20.11.2012 | Top-Thema Rechtssicheres Mail-System "De-Mail"

Versandoptionen und Kostenmodelle von De-Mail

Jahresabschluss 2012 - Finance

Kapitel
Versandoptionen und Kostenmodelle von De-Mail
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein De-Mail-Postfach einzurichten, ist nicht so einfach. Zwar gibt es momentan wenig De-Mail-Anbieter, doch diese differenzieren stark in ihren Preismodellen und Versandoptionen. Hinzu kommt, dass für Privatpersonen und Unternehmen unterschiedliche Konditionen und Postfach-Arten zur Verfügung stehen.

Web-Oberfläche versus De-Mail-Gateway
Geschäftliche Anwender haben zum Start der De-Mail-Angebote die Wahl, die Postfächer über

  • eine Web-Oberfläche oder
  • ein De-Mail-Gateway zu nutzen.

Privatanwender können die Postfächer momentan nur über eine Web-Oberfläche nutzen. Bis Ende 2013 soll es hierfür zusätzlich spezielle Apps für die Verwendung am Smartphone geben.

Mit dem De-Mail-Gateway ist es möglich, dass Mitarbeiter aus der gewohnten E-Mail-Anwendung (etwa Outlook oder Notes) die neue Mail-Variante nutzen können. Ein Hin- und Herwechseln zwischen unterschiedlichen Mail-Systemen ist dann nicht mehr notwendig.

Versandoptionen wie beim konventionellen Brief
Bei der De-Mail sind ähnlich wie bei einem konventionellen Brief unterschiedliche Versandoptionen (zu unterschiedlichen Kosten) möglich. Privatanwendern stehen momentan 4 Einschreibevarianten, Unternehmen und Behörden 5 Optionen zur Verfügung:

  • Versandbestätigung, d.h. der Absender erhält eine Bestätigung zum Versand der De-Mail.
  • Eingangsbestätigung, d.h. der Absender erhält eine Eingangsbestätigung bei Einlieferung der De-Mail im Postfach des Empfängers. (Die beiden Optionen Versandbestätigung und Eingangsbestätigung werden häufig zusammen auch angeboten und als Einschreiben bezeichnet.
  • Absenderbestätigung, d.h. der Absender muss sich über eine zusätzliche Authentifizierung, wie etwa über die Eingabe einer TAN, legitimiert haben (lässt sich nur mit dem Sicherheitsniveau Hoch realisieren).
  • Variante Persönlich, d.h. der Empfänger/Adressat muss sich zum Zugriff auf die Mail via TAN oder über die eID-Funktion seines Personalausweises identifizieren und damit legitimieren.
  • Abholbestätigung (nur für Unternehmen und Behörden), d.h. per Zeitstempel erfolgt ein Nachweis darüber, wann der Empfänger die Nachricht aus seinem Postfach abgeholt hat.

Preisstrukturen differenzieren stark
Generell ist der Versand von De-Mails anders als bei konventionellen E-Mails nicht kostenfrei. Die Anbieter haben mehr oder weniger komplexe Tarifstrukturen für die De-Mail-Dienste aufgestellt, wobei es zwischen Privat- und Firmenkunden deutliche Abweichungen gibt. Auch für die Nutzung der Gateways verlangen die Anbieter Geld.

Bei den Unternehmen stellen die De-Mail-Anbieter üblicherweise monatliche Festkosten, die sich nach der Zahl der Nutzer bzw. Konten richten, in Rechnung.

Praxis-Hinweis: Geschäftskunden erhalten bei der Telekom und bei United Internet ein monatliches Freikontingent für De-Mails.

Tipp: Wer erst einmal ganz unverbindlich die Funktionen der De-Mails testen möchte, sollte es zunächst einmal privat versuchen. Denn im Privatkundenbereich verzichten gewisse Anbieter, wie Telekom und United Internet, auf eine einmalige Einrichtungsgebühr für das De-Mail-Konto und erlauben sogar das Verschicken einer kleinen Zahl von De-Mails pro Monat zum Nulltarif.

Zusätzlicher Dienst „De-Safe“
Die drei De-Mail-Provider bieten ihren Privatkunden außer dem Postfach noch einen sicheren Online-Speicher „De-Safe“ an, der den hohen Anforderungen des De-Mail-Gesetzes entspricht. Er ist ausschließlich für die Aufbewahrung von De-Mails gedacht. Manche De-Safe-Angebote sind bis zu einem bestimmten Volumen kostenlos, andere Anbieter verlangen einen geringen Aufpreis. Sie sollen ab Anfang 2013 verfügbar sein.

Schlagworte zum Thema:  De-Mail, Kommunikation, E-Mail

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