20.11.2012 | Top-Thema Rechtssicheres Mail-System "De-Mail"

Chancen und Risiken für De-Mail

Jahresabschluss 2012 - Finance

Kapitel
Chancen und Risiken für De-Mail
Bild: Haufe Online Redaktion

De-Mail bietet Rechtssicherheit und Verbindlichkeit beim Versenden von Dokumenten. In Punkto Schriftformerfordernis werden Grenzen erreicht. Müssen zum Beispiel Dokumente unterschrieben werden, wie eine Einzugsermächtigung, lässt sich De-Mail nicht nutzen. Andere Branchen profitieren von De-Mail.

De-Mail ersetzt nicht die qualifizierte elektronische Signatur
Zwar gibt es die Option der elektronischen Unterschrift, doch nach wie vor ist für derartige Vorgänge eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) vorgeschrieben, die nicht zu einem De-Mail-Konto gehört. Selbst der elektronische Personalausweis ermöglicht QES nicht ohne weiteres. Hier muss die QES-Funktion erst nachträglich und kostenpflichtig hinzugefügt werden, wobei es bislang an entsprechenden Angeboten mangelt.

Praxis-Hinweis: Rechnungen müssen seit einigen Monaten nicht mehr mit einer qualifizierten elektronischen Signatur unterzeichnet sein. Es reicht jetzt völlig aus, dass sie lesbar und vor der Bezahlung überprüfbar sind. Die Übermittlung von solchen Rechnungen per De-Mail ist damit nicht mehr notwendig, da eine konventionelle E-Mail völlig ausreicht.

Banken und Versicherungen profitieren von De-Mail
In anderen Bereichen kann De-Mail gegenüber konventionellen Kommunikationswegen allerdings immer noch Vorteile verbuchen, wie etwa bei Versicherungen und Banken. Sie wollen über De-Mail zahlreiche Prozesse und Vorgänge ermöglichen, die bislang nur über den konventionellen Schriftverkehr per Brief oder per Fax abgewickelt werden konnten, wie z. B. Schadensmeldungen im Versicherungsbereich oder Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge im Bankenbereich.

Behörden bzw. Ämter tun sich noch schwer bei der Einführung von De-Mail-Diensten, da es noch an überzeugenden Behördenangeboten fehlt.

Fazit: Einführung von De-Mail Zug um Zug sinnvoll
Ob und wann De-Mail sich durchsetzen wird, lässt sich nur schwer abschätzen. Zwar haben einige größere Unternehmen ihre Bereitschaft zur Nutzung des Dienstes signalisiert, doch gibt es auch noch eine spürbare Zurückhaltung. Für viele potenzielle Anbieter wird De-Mail erst dann interessant, wenn ein hoher Anteil der Bundesbürger eine De-Mail-Adresse nutzt; umgekehrt ist die Anschaffung eines De-Mail-Kontos erst attraktiv, wenn eine hohe Zahl von Unternehmen und Behörden De-Mail unterstützt.

Schlagworte zum Thema:  De-Mail, Kommunikation, E-Mail

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