12.09.2011 | Buchführung & Kontierung

Lohnsteuerabzug für Umzugsfälle aus dem Ausland

Aus dem Ausland zugezogene Mitarbeiter bekommen auch ohne Steueridentifikationsnummer eine Lohnsteuerabzugsbescheinigung, wenn sie ihre Meldebestätigung vorlegen.

Für den Lohnsteuerabzug im Jahr 2011 gelten grundsätzlich die Merkmale der Lohnsteuerkarte 2010 weiter. Sofern eine solche nicht vorliegt, erteilt das Finanzamt auf Antrag eine Lohnsteuerabzugsbescheinigung (§ 52b Abs. 3 EStG).

Die kann aber nur unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmern ausgestellt werden, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Diese Voraussetzung erfüllen auch aus dem Ausland zugezogene Mitarbeiter. Bei ihnen fehlt es aber oftmals noch an der Erteilung der ebenfalls notwendigen Steueridentifikationsnummer.

Nach einer Vereinfachungsregelung der Verwaltung, kann in diesen Fällen die Bescheinigung zunächst ohne Identifikationsnummer erteilt werden. Voraussetzung ist, dass sich aus der vorzulegenden Meldebestätigung der Gemeinde eine dauerhafte Anmeldung mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Inland ergibt. Der Mitarbeiter kann die Identifikationsnummer seinem Arbeitgeber später gesondert mitteilen, sobald ihm diese per Brief vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) bekanntgegeben worden ist.

(OFD Koblenz, Vfg. v. 17.05.2011, S 2363 A – St 32 2)

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