13.05.2011 | Buchführung & Kontierung

Lohnbuchhaltung: Belegschaftspenden an Erdbebenopfer

Die Finanzverwaltung hat steuerliche Erleichterungen zur Unterstützung der Opfer der verheerenden Naturkatastrophen im März 2011 in Japan herausgegeben.

Verzichten Mitarbeiter auf die Auszahlung von Teilen des Arbeitslohns oder auf Teile eines angesammelten Wertguthabens auf einem Arbeitszeitkonto zugunsten einer Zahlung des Arbeitgebers auf ein Spendenkonto einer spendenempfangsberechtigten Einrichtung, bleiben diese Lohnteile bei der Feststellung des steuerpflichtigen Arbeitslohns außer Ansatz, wenn der Arbeitgeber die Verwendungsauflage erfüllt und dies dokumentiert.

Beihilfe an betroffene Mitarbeiter

Entsprechendes gilt für den Verzicht der Arbeitnehmer zugunsten einer Beihilfe des Arbeitgebers an von den Naturkatastrophen und den Folgeschäden betroffene Mitarbeiter eines zu demselben Konzern wie die Firma des Arbeitgebers gehörenden Unternehmens.

Aufzeichnungen im Lohnkonto/Lohnsteuerbescheinigung

Der außer Ansatz bleibende Arbeitslohn ist im Lohnkonto aufzuzeichnen. Auf diese Aufzeichnung kann allerdings verzichtet werden, wenn stattdessen der Arbeitnehmer seinen Verzicht schriftlich erteilt hat und diese Erklärung zum Lohnkonto genommen wird. Der außer Ansatz bleibende Arbeitslohn ist in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung (steuerpflichtiger Bruttoarbeitslohn) nicht anzugeben.

Einkommensteuererklärung der Mitarbeiter

Die im Ergebnis steuerfrei belassenen Lohnteile dürfen in der Steuererklärung der Mitarbeiter nicht nochmals als Spende geltend gemacht werden.

Die vorstehenden Regeln gelten für Arbeitslohnspenden im Zeitraum vom 11.3. bis 31.12.2011 (BMF, Schreiben v. 24.3.2011, IV C 4 – S 2223/07/0015 :005).

Achtung: Beitragspflicht in der Sozialversicherung

Arbeitslohnspenden zugunsten der Opfer der Naturkatastrophen in Japan sind beitragspflichtig. Eine Ausnahmeregelung gibt es in der Sozialversicherungsentgeltverordnung nur für Naturkatastrophen im Inland (§ 1 Abs. 1 Nr. 11 SvEV).

Aktuell

Meistgelesen