05.01.2015 | Top-Thema Elektronische Rechnungen im ZUGFeRD-Datenformat

ZUGFeRD-Datenformat für e-Rechnungen - Voraussetzungen: Das Format erfüllt EU-Vorgaben

Kapitel
Das ZUGFeRD-Datenformat entspricht den Anforderungen der internationalen Standardisierung und kann auch im grenzüberschreitenden europäischen und internationalen Rechnungsverkehr angewendet werden.
Bild: kebox - Fotolia

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beschreibt die Basis des ZUGFeRD-Datenfomats für e-Rechnungen und nennt die Voraussetzungen, die dieses erfüllen soll.

Die Basis für das FeRD-Rechnungsdatenformat sind anerkannte internationale Standards auf der Grundlage von UN/CEFACT CII (United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business Cross Industry Invoice), der ISO-Norm 19005-3:2012 (PDF/A-3) sowie den auf Europäischer Ebene spezifizierten „Message User Guidelines“ (MUG). Bisher bestehende Formate werden nicht ersetzt, sondern durch den jetzt definierten Kern in Form des FeRD-Formats ergänzt.

Das ZUGFeRD-Datenformat nutzt die Techniken und Bibliotheken die für electronic data interchange (EDI) in der Groß-Industrie bereits seit langem genutzt werden.

ZUGFeRD-Datenformat:Grundlage für die Normierung eines europäischen Rechnungsstandards

Das ZUGFeRD-Datenformat wurde von Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Einzelhandel, dem Bankensektor, der Software-Industrie, aber auch vom öffentlichen Sektor erarbeitet. Es entspricht den Anforderungen der internationalen Standardisierung und kann auch im grenzüberschreitenden europäischen und internationalen Rechnungsverkehr aufgenommen und angewendet werden. Deshalb wird das Datenformat beim Europäischen Komitee für Normung (CEN) als deutscher Vorschlag eingebracht, damit es als Grundlage bei der Normierung eines europäischen Rechnungsstandards übernommen werden kann.

Mit der am 26. Mai 2014 in Kraft getretenen Richtlinie 2014/55/ EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über die elektronische Rechnungs­stellung bei öffentlichen Aufträ­gen (im folgenden „Rechnungsrichtlinie“ soll eine europäische Norm für die Kernelemente einer elektronischen Rechnung geschaf­fen werden. Die EU legt damit in erster Linie die Grundlage für ein einheitliches Rechnungsformat in den öffentli­chen Verwaltungen fest.

Die EU-Richtlinie gilt auch für den Geschäftsverkehr von Unternehmen

Die EU-Mitgliedstaaten müssen sicher­stellen, dass die öffentlichen Auf­traggeber elektronische Rechnun­gen empfangen und verarbeiten, die der europäischen Norm für die elektronische Rechnung entspre­chen. Die Richtlinie hat aber nicht nur Bedeutung für den öffentlichen Sektor; sie weist — wie Erwägungs­grund 22 der Rechnungsrichtlinie verdeutlicht — über diesen hinaus und die Norm sollte auch für die Verwendung im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen geeignet sein: „Die Kommission sollte aus diesem Grund sicherstellen, dass die Norm nicht nur allein für den Bereich der Vergabe öffentlicher Aufträge entwickelt wird, sondern auch von privaten Wirtschaftsteil­nehmern in ihren Geschäftsbezie­hungen untereinander verwendet werden kann".

Diese Voraussetzungen erfüllt das ZUGFeRD-Datenformat, weil es bereits in der Wirtschaft eingesetzte Standards nutzt und darauf aufbaut.

Hier finden Sie weitere Informationen zu dem Thema elektronische Rechnungen:

Elektronische Rechnung – Vorteile und Rahmenbedingungen

Elektronische Rechnungen: So gelingt Ihnen die Einführung

Elektronische Rechnungen: Was Sie beachten müssen


Alle Informationen zum Thema "ZUGFeRD" finden Sie auf dieser Themenseite.

Schlagworte zum Thema:  Elektronische Rechnung, Digitale Rechnung, Rechnung, EU-Richtlinie, ZUGFeRD

Aktuell

Meistgelesen