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E-Postbrief bislang noch kein großer Erfolg

Auch gut eineinhalb Jahre nach dem Start des elektronischen Postbriefes hält sich das Interesse für das neue Angebot immer noch in einem eher überschaubaren Rahmen.

Mit der Einführung des E-Postbriefes wollte die Deutsche Post der zunehmenden Konkurrenz durch E-Mail, die den traditionellen Papierbrief immer öfter ersetzt, begegnen. Doch auch gut anderthalb Jahre nach der Einführung des neuen Produkts bleiben die Nutzungszahlen deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. In einem Bericht der Financial Times Deutschland räumte der Briefvorstand der Post, Jürgen Gerdes, ein, dass bei der Einführung eines solchen Großprojektes der ursprünglich geplante Zeitrahmen auch einmal überschritten werden könne. Statt 3 bis 5 Jahre könne es beim E-Postbrief auch 6 Jahre dauern, bis er entsprechend angenommen werde.

Einige Millionen E-Postbriefe wurden versendet

Nach Angaben des Post-Managers haben sich bislang rund 100 Großkunden und mehr als 4.000 Mittelständler für den E-Postbrief angemeldet. Seit dem Start des Angebots seien „einige Millionen“ E-Postbriefe zugestellt worden, die meisten davon als Hybrid-Versionen, d.h., als E-Mail und gedruckter Brief. Im Vergleich zu den über 65 Millionen konventionellen Briefen an einem durchschnittlichen Werktag sind diese Zahlen jedoch nicht all zu beeindruckend. Dennoch zeigt man sich bei der Post mit dem Fortschritt des Projekts zufrieden und sieht auch keine Notwendigkeit, durch zusätzliche Marketingmaßnahmen das Interesse weiter zu erhöhen.

Neue Funktionen und Vereinfachungen

Für mehr Akzeptanz sollen dagegen funktionale Erweiterungen sorgen. So soll noch in diesem Jahr eine einfachere, direkte Bezahlmöglichkeit für den Versand über das E-Postbrief-Portal eingeführt werden und bis zum nächsten Jahr sollen auch Standard-Anwendungen wie Microsoft Word oder Lotus Notes den direkten Versand von E-Postbriefen erlauben. Auch bei SAP will man die E-Postbrief-Anwendung in die Standardsoftware des Unternehmens integrieren.

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