27.04.2012 | Top-Thema Betriebsausgaben: gemischte Aufwendungen

Einzelfälle aus der Rechtsprechung

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

In der Vergangenheit gab es Probleme, wenn der Unternehmer seine Geschäftsreise mit einem (Kurz-)Urlaub kombiniert hat. Das Finanzamt hat dann alle Reisekosten, die nicht zu 100% dem betrieblichen Bereich zugeordnet werden konnten, unter Hinweis auf das bestehende Aufteilungsverbot des § 12 EStG gestrichen.

Abziehbar waren nur die Kosten, die zu 100% betrieblich veranlasst waren, wie z. B. die Seminargebühr für eine betriebliche Veranstaltung. Bei anderen Aufwendungen, wie z. B. Fahrtkosten, lehnte das Finanzamt den Abzug insgesamt ab.

Das ist seit dem BFH-Beschluss vom 21.9.2009 (GrS 1/06) anders. Nunmehr ist es möglich, auswärtige Tätigkeiten mit einem privaten Urlaub zu kombinieren, ohne den Betriebsausgaben- oder Werbungskostenabzug völlig zu verlieren. Die BFH-Entscheidung vom 21.9.2009 wirkt sich nicht nur bei den Reisekosten aus, sondern auch auf andere Arten von gemischten Aufwendungen, die in einen betrieblichen und einen privaten Anteil aufgeteilt werden können.

Schlagworte zum Thema:  Aufwendungen, Betriebsausgaben, Bundesfinanzhof (BFH)

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