12.10.2011 | Buchführung & Kontierung

Arbeitslohn von A bis Z: Optionsrecht

Serie, Teil 16: Wird dem Mitarbeiter im Rahmen des Dienstverhältnisses das Recht auf den späteren Erwerb von Gegenständen, z. B. Aktien oder Grundstücke, zu einem feststehenden Preis eingeräumt, liegt darin zunächst nur die Verschaffung einer Chance. Wann liegt ein geldwerter Vorteil vor?

Ein geldwerter Vorteil fließt dem Berechtigten grundsätzlich erst mit der Ausübung des Optionsrechts zu. Dies gilt bei Einräumung eines nicht handelbaren wie auch eines handelbaren Aktienoptionsrechts.

Arbeitslohn ist die Differenz zwischen feststehendem Preis laut Vereinbarung und Verkehrswert im Zeitpunkt des Zuflusses. Als Zuflusszeitpunkt des geldwerten Vorteils aus der Ausübung eines Aktienoptionsrechts ist der Tag der Ausbuchung der Aktien aus dem Depot des Überlassenden oder dessen Erfüllungsgehilfen maßgebend.

Bei Übertragung einer handelbaren Wandelschuldverschreibung tritt der Zufluss des geldwerten Vorteils nicht bereits mit deren Übertragung, sondern erst dann ein, wenn dem Arbeitnehmer nach Ausübung des Wandlungsrechts infolge Erfüllung seines Anspruchs das wirtschaftliche Eigentum an den Aktien verschafft wird. Entsprechendes gilt für die Behandlung eines Arbeitnehmer-Darlehens, das mit einem Wandlungsrecht zum Bezug auf Aktien ausgestattet ist.

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