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Arbeitslohn von A bis Z: Losgewinne

Serie, Teil 13: Der Gewinn aus einer betriebsintern veranstalteten Verlosung ist ein geldwerter Vorteil und damit steuerpflichtiger Arbeitslohn. Lesen Sie jetzt, was Sie bei Verlosungsgewinnen beachten müssen.

Kein Arbeitslohn ist ein Verlosungsgewinn, wenn eine Verlosung im ganz überwiegenden eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers stattfindet. Dies ist der Fall, wenn bei einer Betriebsveranstaltung Gewinne von geringem Wert (Sachwerte bis 40 EUR) unter allen an der Betriebsveranstaltung teilnehmenden Arbeitnehmern verlost werden (z. B. anlässlich einer Tombola). Der BFH und die Verwaltung haben zuletzt entschieden, ob bei einem entgeltlichen Loserwerb die Verknüpfung mit der beruflichen Tätigkeit gelöst wird und der Losgewinn dadurch auf der nicht steuerbaren Vermögensebene erzielt wird (BFH, Urteile v. 2.9.2008, BStBl. 2010 II S. 548 und S. 550; FinMin Schleswig-Holstein v. 21.10.2010 - VI 304-S 2143-060). Dazu müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Das Los wird vom Teilnehmer freiwillig erworben.
  • Für die Teilnahme an der Losveranstaltung wird vom Teilnehmer ein Entgelt aus versteuertem Arbeitslohn gezahlt.
  • Nicht jedem Los steht ein Sachgewinn gegenüber.
  • Das Entgelt stellt nicht einen symbolischen Preis dar. Die für die jeweilige Losveranstaltung vereinnahmten Entgelte decken die Aufwendungen für die bereitgestellten Sachgewinne sowie die sonstigen dem Veranstalter durch die Durchführung der betrieblichen Losveranstaltung entstehenden Aufwendungen ab.
  • Die Gewinner werden entsprechend ihres Loseinsatzes in einem Zufallsverfahren ausgewählt.

Tipp:

In den beiden Streitfällen waren allerdings die Vertriebsmitarbeiter steuerlich selbstständig tätig. Die Erlasse sind ebenfalls zu Selbstständigen ergangen. Die Grundsätze gelten jedoch u. E. auch für Losgewinne angestellter Vertriebsmitarbeiter.

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