| Buchführung & Kontierung

Arbeitslohn von A bis Z: Jobticket

Serie, Teil 11: Die Gestellung eines Jobtickets durch den Arbeitgeber für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist steuerpflichtiger Arbeitslohn, soweit die Aufwendungen nicht zu den Reisekosten gehören.

Der Vorteil kann vom Arbeitgeber regelmäßig mit 15 % pauschal versteuert werden (§ 40 Abs. 2 Satz 2 EStG). Dies führt zur Sozialversicherungsfreiheit. Der Mitarbeiter kann in seiner Steuererklärung für die Fahrten zur Arbeitsstätte die Entfernungspauschale in Höhe von 0,30 EUR je Entfernungskilometer als Werbungskosten ansetzen.

Ein geldwerter Vorteil ist jedoch nicht anzunehmen, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ein sog. Jobticket für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu dem mit dem Verkehrsunternehmen vereinbarten (niedrigeren) Preis überlässt. Die Tarifermäßigung für das Jobticket im Vergleich zum üblichen Preis wird nicht als geldwerter Vorteil angesehen.

Ein Sachbezug liegt vor, soweit der Mitarbeiter das Jobticket darüber hinaus verbilligt oder unentgeltlich vom Arbeitgeber erhält. Die 44-EUR-Freigrenze ist anwendbar. Wird diese Monatsfreigrenze - insbesondere bei der Zuwendung von Jahresfahrscheinen - überschritten, ist Lohnsteuer abzuführen. Eine günstige Gestaltung lässt sich dadurch erreichen, dass der Jahresfahrschein in Form monatlicher Fahrberechtigungen gewährt wird, die vom Lohnbüro jeweils nur für einen Monat ausgehändigt werden.

Tipp: Überlassung einer Jahresnetzkarte

Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Jahresnetzkarte, so führt dies zum sofortigen Zufluss von Arbeitslohn, wenn dem Arbeitnehmer mit der Karte ein uneingeschränktes Nutzungsrecht eingeräumt wurde (BFH, Urteil v. 12.4.2007, BStBl 2007 II S. 719).

Schlagworte zum Thema:  Reisekosten

Aktuell

Meistgelesen