Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / III. Legitimation des IASB zur Entwicklung eines IFRS für KMU
 

Tz. 5

Stand: EL 28 – ET: 03/2016

Der IASB sah sich im Rahmen des ursprünglichen Standardsetzungsprozesses insbesondere von deutscher Seite dem Vorwurf ausgesetzt, dass er für die Erstellung von Rechnungslegungsstandards für KMU nicht befähigt sei und dies auch nicht zu seinen Aufgaben zähle (vgl. Europäisches Parlament, Working Paper 30.03.2007, S. 6; Niehus, DB 2006, S. 2531). Der Vorwurf der mangelnden Expertise rührte im Wesentlichen daher, dass der Fokus des Gremiums vor der Bearbeitung des IFRS für KMU auf kapitalmarktorientierten Unternehmen lag und der IASB fast ausschließlich aus Mitgliedern zusammengesetzt ist, deren Erfahrungen sich auf diese Unternehmensgruppe beschränken. Eine grundsätzliche Legitimation zur Entwicklung internationaler Rechnungslegungsstandards für KMU ergibt sich jedoch aus der Zielsetzung des IASB "to develop, in the public interest, a single set of high quality, understandable, enforceable and globally accepted financial reporting standards based on clearly articulated principles. These standards should require high quality, transparent and comparable information in financial statements and other financial reporting to help investors, other participants in the various capital markets of the world and other users of financial information make economic decisions" (vgl. IFRS für KMU (2015) P3(a)). Hierbei sollen "the needs of a range of sizes and types of entities in diverse economic settings" Berücksichtigung finden (vgl. IFRS für KMU (2015) P3(c)).

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