Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / I. Persönlicher Anwendungsbereich
 

Tz. 37

Stand: EL 36 – ET:10/2018

Art. 5 der IAS-VO ermächtigt die Mitgliedstaaten, die Anwendung der IFRS für den Einzelabschluss von kapitalmarktorientierten wie auch von nicht kapitalmarktorientierten Gesellschaften zwingend anzuordnen oder freiwillig zu gestatten.

 

Tz. 38

Stand: EL 36 – ET:10/2018

Mit dem BilReG hat der deutsche Gesetzgeber allen Gesellschaften das Wahlrecht eröffnet, einen IFRS-Einzelabschluss für Zwecke der (befreienden) Offenlegung aufzustellen (§ 325 Abs. 2a HGB verwendet bewusst den Begriff "Einzelabschluss" zur Abgrenzung zum Begriff des Jahresabschlusses). Dieser IFRS-Einzelabschluss dient ausschließlich Offenlegungszwecken. Er soll den Gesellschaften ermöglichen, "sich dem Publikum [...] besonders nachdrücklich als Unternehmen mit internationaler Rechnungslegung zu präsentieren" (RegBegr. BilReG, BT-Drucks. 15/3419, S. 46), um die Transparenz und internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse zu erhöhen. Er ersetzt indes nicht einen HGB-Jahresabschluss, der unverändert Bemessungsgrundlage für den ausschüttungsfähigen Gewinn und Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung bleibt. Der HGB-Jahresabschluss muss auch einen HGB-Anhang enthalten (der neben den IFRS-Anhang als Bestandteil des IFRS-Einzelabschlusses tritt) und muss beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht werden (§ 325 Abs. 2b Nr. 3 HGB), vgl. hierzu Tz. 49.

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