Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / f. Prägnanz
 

Tz. 167

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Der integrierte Bericht soll prägnant sein (vgl. IR Rahmenkonzept, Tz. 3.36).

 

Tz. 168

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Dies kann interpretiert werden als ›so viele Informationen wie nötig, so wenige Informationen wie möglich‹.

 

Tz. 169

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Prägnanz (conciseness) wird zB erreicht, wenn (vgl. IR Rahmenkonzept, Tz. 3.38)

ausschließlich wesentliche Aspekte der Geschäftstätigkeit kurz und präzise dargestellt und erläutert werden;
die Berichterstattung einem ›roten Faden‹ folgt;
detaillierte Informationen nicht im Bericht selbst enthalten sind, sondern dieser auf andere Medien verweist;
ein eindeutiger und klarer Sprachstil verwendet wird;
auf Allgemeinplätze (›boilerplate‹) verzichtet wird.
 

Tz. 170

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Eine prägnante Berichterstattung wird in anderen Berichten, zB dem handelsrechtlichen (Konzern-)Lagebericht und dem Nachhaltigkeitsbericht gemäß den Leitfäden der GRI, nicht explizit gefordert. Die Einhaltung der zuvor genannten Wege, eine prägnante Berichterstattung zu gewährleisten, sollten allerdings für jegliche Berichterstattung selbstverständlich sein. Zum Beispiel kann ein Risiko in wenigen Sätzen vollumfänglich beschrieben werden, indem Einflussfaktoren, Auswirkungen, Eintrittswahrscheinlichkeit und Zeitraumbezug angegeben werden, allerdings ist häufig erkennbar, dass Geschäftsberichte umfangreiche Ausführungen zu Risiken enthalten, die vier genannten entscheidungsrelevanten Faktoren indes nicht genannt werden. Aufgrund solcher Erfahrungen ist es nicht verwunderlich, wenn Investoren und sonstige Anspruchsgruppen die an sie gerichteten Berichte häufig gar nicht erst lesen, sondern die jeweilige Information unmittelbar von der zuständigen Unternehmenseinheit erfragen.

 

Tz. 171

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Der Grundsatz der Prägnanz ist weitgehend in dem für die (Konzern-)Lageberichterstattung geltenden Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit angelegt. Der (Konzern-)Lagebericht ist klar und übersichtlich, wenn die darin enthaltenen Aussagen verständlich und eindeutig sind, sodass kein falscher Eindruck von der Lage des Unternehmens entsteht (vgl. Baetge/Hippel, 2009, S. 547).

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