Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / a. Vergleichbarkeit
 

Tz. 58

Stand: EL 38 – ET: 6/2019

Die Vergleichbarkeit von IFRS-Jahresabschlüssen ist nach CF.2.24–2.29 auf zwei Ebenen erforderlich. Danach müssen die Jahresabschlüsse eines Unternehmens zum einen über die Zeit hinweg vergleichbar sein. Nach IAS 1.38f. sind für alle quantitativen Informationen des IFRS-Abschlusses vergleichbare Vorjahresinformationen zu geben. Zum anderen müssen die Jahresabschlüsse verschiedener Unternehmen, dh. zwischenbetrieblich, vergleichbar sein. Allerdings ist die geforderte zweidimensionale Vergleichbarkeit nicht (vollkommen) erfüllbar. Den Adressaten soll durch die gleichzeitige zeitliche und zwischenbetriebliche Vergleichbarkeit die Möglichkeit gegeben werden, für ihre Kapitalallokationsentscheidungen Unternehmen miteinander vergleichen zu können. Aber schon allein zur Forderung nach zwischenbetrieblicher Vergleichbarkeit von IFRS-Abschlüssen ist einschränkend anzumerken, dass diese aufgrund der Ermessensspielräume in den IFRS regelmäßig kaum zu realisieren ist (vgl. Wawrzinek/Lübbig, in: Beck IFRS-HB, 5. Aufl., § 2, Tz. 76).

 

Tz. 59

Stand: EL 38 – ET: 6/2019

Die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen setzt voraus, dass die Ersteller des Abschlusses über die zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. über Änderungen bei diesen Methoden sowie die Auswirkungen solcher Änderungen informieren (Pellens/Fülbier/Gassen/Sellhorn, 10. Aufl., S. 109). Solche Änderungen sind aber nur in den Grenzen von IAS 8.14–18 zulässig. Damit die IFRS-Abschlüsse eines Unternehmens im Zeitablauf miteinander verglichen werden können, ist eine stetige Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zwingend erforderlich (CF.2.26).

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