Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Zunehmende Bedeutung nichtfinanzieller Aspekte
 

Tz. 286

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen wurde es in internen Unternehmensgesprächen und im Austausch mit den Stakeholdergruppen der EnBW immer offensichtlicher, dass die aktuelle klassische Unternehmensberichterstattungspraxis an ihre Grenzen stößt.

Es kristallisierte sich heraus, dass eine umfassende, transparente und verständliche Beschreibung der ganzheitlichen Unternehmensleistung zur Erfüllung der Informationsbedürfnisse der unterschiedlichen Stakeholder erwartet wird. Neben der Darstellung der finanziellen Unternehmensleistung haben dabei nichtfinanzielle Aspekte an Bedeutung gewonnen.

Auch wenn diese Form der Darstellung nach §§ 289, 315 HGB bereits gefordert wird (vgl. Tz. 38–64), so wurde dies durch die geringe Einbindung jener Abteilungen, die diese Themen bearbeiten, bei der Erstellung des Geschäftsberichts zumeist vernachlässigt.

 

Tz. 287

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Es setzt sich bei den Stakeholdern der EnBW (inkl. Shareholdern) zunehmend die Erkenntnis durch, dass der mittel- und langfristige Unternehmenserfolg nicht nur von der finanziellen Performance abhängt, sondern auch vom Erreichen ökologischer und sozialer Ziele beeinflusst wird.

 

Tz. 288

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Aus Sicht vieler EnBW-Stakeholder (vgl. Tz. 353–368) werden die Ergebnisse der ganzheitlichen Unternehmensleistung, die neben der finanziellen Dimension auch nichtfinanzielle Aspekte berücksichtigt, bislang nicht hinreichend kommuniziert.

 

Tz. 289

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Die bisherige Form der EnBW-Unternehmensberichterstattung erfüllt somit nicht mehr in vollem Umfang ihren Zweck, weshalb neue Konzepte der Berichterstattung – jenseits der bestehenden Traditionen und der Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen – diskutiert werden. Es bestand bei der EnBW Einigkeit, dass hierbei die Ziele der neuen integrierten Berichterstattung im Sinne des IR Rahmenkonzepts eine Orientierung bieten können, insbesondere beim Bestreben nichtfinanziellen Aspekten eine größere Bedeutung beizumessen.

Das im IR Rahmenkonzept vorgestellte Kapitalien- und Ressourcenmodell dient dabei als Orientierung, die klassische Finanzberichterstattung mit nichtfinanziellen Aspekten, die bislang fast ausschließlich in Nachhaltigkeitsberichten abgebildet wurden, zu ergänzen. Den Beteiligten bei der EnBW war jedoch von Beginn an bewusst, dass dies nicht bedeutet, lediglich den Geschäftsbericht um Nachhaltigkeitsaspekte zu erweitern, sondern einen ganzheitlichen Berichtsansatz zu verfolgen. Dieser soll die Inhalte des Geschäftsberichts, des Nachhaltigkeitsberichts und anderer Publikationen vereinen, um die Entscheidungsnützlichkeit und die Effizienz der Unternehmensberichterstattung zu verbessern.

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