Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 3. Referenzobjekt
 

Tz. 66

Stand: EL 41 – ET: 6/2020

Maßstab für die zu prüfenden Abschlüsse sind die jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften (§ 342b Abs. 2 Satz 1 HGB). Bei den Konzernabschlüssen sind dies idR die IFRS sowie die in § 315e HGB genannten Paragraphen und bei den Einzelabschlüssen die Vorschriften des HGB einschließlich der GoB sowie branchenspezifische Regelungen (zB für Banken und Versicherungen), bei den Konzernlageberichten bzw. Lageberichten die Vorschriften des HGB. Im Rahmen des Enforcement wird überprüft, ob die anzuwendenden Vorschriften befolgt wurden, und nicht, ob getroffene Unternehmensentscheidungen sich ex post bewahrheiten (vgl. Bode, ZCG 2010, S. 205).

 

Tz. 67

Stand: EL 41 – ET: 6/2020

Darüber hinaus dürfte – analog zu § 317 Abs. 1 Satz 2 HGB – die Einhaltung von Satzung und Gesellschaftsvertrag, soweit die Rechnungslegung betroffen ist, Gegenstand der Prüfung sein (vgl. stellvertretend Gelhausen/Hönsch, AG 2005, S. 513).

 

Tz. 68

Stand: EL 41 – ET: 6/2020

Unternehmen aus Drittstaaten (vgl. Tz. 52), die nach anderen Rechnungslegungsvorschriften bilanzieren, insb. nach US-GAAP, können unverändert dem Enforcement in Deutschland unterliegen. Auch für die Prüfung eines Konzernabschlusses, der im Einklang mit den US-GAAP erstellt wurde, ist bei der DPR entsprechende Fachexpertise vorhanden.

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