Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Veränderte Rahmenbedingungen erfordern mehr als compliance-basierte Ansätze
 

Tz. 385

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Im Vordergrund der bisherigen Berichterstattung standen die Einhaltung von verbindlichen und die Befolgung von ausgewählten freiwilligen Regelungen. Dies hat eher zu einer finanzwirtschaftlich und compliance-orientierten Berichterstattung geführt. Die Bedeutung der Geschäftsberichte hat daher nicht nur wegen ihres Umfangs und ihrer hohen Komplexität, sondern auch wegen ihrer Leserunfreundlichkeit stetig abgenommen.

 

Tz. 386

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Der Wandel der gesellschaftlichen Erwartungen an Unternehmen hat zunehmend dazu führt, dass nichtfinanzielle Informationen, die regelmäßig auch unter dem Begriff der Nachhaltigkeit subsumiert werden, immer stärker den Unternehmenserfolg beeinflussen und daher entsprechend den Interessen der Stakeholder zunehmend Eingang in die Unternehmensberichterstattung finden.

 

Tz. 387

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Viele Berichtersteller und -leser kommen zum Fazit, dass die bisherige Form der Berichterstattung nicht mehr zeitgemäß ist. Die Analyse der Entwicklungen im ökonomischen Umfeld wie auch im sozialen und ökologischen Bereich sowie die entsprechende Unternehmensberichterstattung über diese Themenfelder während der letzten Jahre zeigt, dass eine Neuausrichtung der Unternehmensberichterstattung hin zu einer integrierten Berichterstattung eine logische Weiterentwicklung bzw. Konsequenz darstellt.

 

Tz. 388

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Die integrierte Berichterstattung verfolgt eine Vielzahl an Zielen. Grundsätzlich ist es nach Auffassung der EnBW der IIRC-Initiative zu verdanken, dass der jährliche Geschäftsbericht wieder zu einem Aushängeschild bzw. zur Visitenkarte und somit zu einem der primären Kommunikationsinstrumente von Unternehmen werden kann.

 

Tz. 389

Stand: EL 24 – ET: 09/2014

Zu dieser Entwicklung haben aus EnBW-Sicht besonders drei Aspekte beigetragen: Erstens die stärkere Konzentration auf die wesentlichen Elemente, die zur Darstellung der Unternehmensleistung notwendig sind; zweitens eine verständliche und nachvollziehbare Darstellung des Geschäftsmodells und des Wertschöpfungsprozesses des Unternehmens, drittens die stärkere Berücksichtigung von sog. nichtfinanziellen Informationen, insbesondere von nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten und abschließend die gemeinsame Darstellung der Ziele in den finanziellen und nichtfinanziellen Dimensionen.

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