| Planung 2014

Sozialversicherungswerte für 2014 liegen vor

Die neuen Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) wirken sich auf Nettolöhne und Unternehmensergebnisse auswirken.
Bild: Marcus Surges

Bei der Planung der Personalkosten spielen Sozialversicherungswerte wie die Beitragsbemessungsgrenze eine Rolle. Rechtzeitig zur Budgetierung für 2014 liegen die voraussichtlichen Werte vor. Die Veränderungen sind oft auch im eigenen Geldbeutel zu spüren.

Die voraussichtlichen Rechengrößen im Detail
Der Entwurf für die Rechengrößen-Verordnung 2014 liegt nun vor. Er soll im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Änderungen sind nicht mehr zu erwarten.

Krankenversicherung und Pflegeversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung (PV) wird von derzeit 47.250 EUR auf 48.600 EUR jährlich (von 3.937,50 EUR auf 4.050 EUR im Monat) steigen. Bei gleichbleibenden Beitragssätzen (8,2 % für die Arbeitnehmer und 7,3 % für die Arbeitgeber) würde die Anhebung bei der Krankenversicherung den Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin 110,70 EUR und das Unternehmen 98,55 EUR jährlich kosten. Bei der PV (0,975 % jeweils) kämen nochmals 13,16 EUR für Unternehmen sowie Mitarbeiter(innen) mit Kindern hinzu (Bei MitarbeiterInnen ohne Kinder betragen die Mehrkosten 16,54 EUR). Für Arbeitnehmer in Sachsen gelten andere Werte.

Rentenversicherung: Steigerung der BBG in West und Ost
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) zur Renten- und Arbeitslosenversicherung wird in den alten Bundesländern 2014 auf 71.400 EUR (West, 5.950 EUR/Monat) festgesetzt. Bisher waren es 69.600 EUR (West, 5.800 EUR/Monat). Hier betragen die Mehrkosten für RV und AV gemeinsam bei einem Einkommen oberhalb der bisherigen BBG bis zu 192,60 EUR für Mitarbeiter wie Unternehmen jährlich.

In den neuen Bundesländern steigt die BBG 2014 auf 60.000 EUR (5.000 EUR/Monat). Bisher waren es 58.800 EUR (4.900 EUR/Monat). Hier betragen die entsprechenden Mehrkosten bei einem Einkommen oberhalb der bisherigen BBG bis zu 135,90 EUR für Mitarbeiter wie Unternehmen jährlich.

Auch Entlastung durch niedrigere Beitragssätze noch möglich
Die Angaben zu der Zusatzbelastung basieren auf den Beitragssätzen von 2013 (RV 18,9%, AV 3%). Diese können sich für 2014 noch ändern, so ist eine Absenkung des RV-Beitragssatzes von 18,4% auf 19% im Gespräch. Dadurch würde die Zusatzbelastung begrenzt bzw. ausgeglichen werden. Bei Einkommen unterhalb der bisherigen Beitragsbemessungsgrenze ergäbe sich sogar eine Entlastung von Mitarbeitern wie Unternehmen.

Schlagworte zum Thema:  Sozialversicherungswerte, Personalkosten, Beitragsbemessungsgrenze, Planung

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