11.09.2012 | Personalkostenplanung

Sozialversicherungswerte für 2013 liegen vor

Bild: Haufe Online Redaktion

Für die Personalkostenplanung sind die Sozialversicherungswerte ein nicht zu unterschätzender Faktor. Rechtzeitig zur Budgetierung liegen die voraussichtlichen Werte für 2013 vor.

Die voraussichtlichen Rechengrößen im Detail

Der Entwurf für die neue Rechengrößen-Verordnung 2013 liegt nun vor. Er soll im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Änderungen sind nicht mehr zu erwarten.

Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Pflegeversicherung (PV) wird von derzeit 45.900 EUR auf 47.250 EUR jährlich (von 3.825 EUR auf 3.937,50 EUR im Monat) steigen. Bei gleichbleibenden Beitragssätzen (8,2 % für die Arbeitnehmer und 7,3 % für die Arbeitnehmer) würde die Anhebung bei der Krankenversicherung den Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin 110,70 EUR und das Unternehmen 98,55 EUR jährlich kosten. Bei der PV (0,975 % jeweils) kämen nochmals 13,16 EUR für das Unternehmen sowie Mitarbeiter(innen) mit Kindern hinzu (Bei MitarbeiterInnen ohne Kinder betragen die Mehrkosten 16,54 EUR). Für Arbeitnehmer in Sachsen gelten andere Werte.

Rentenversicherung: Steigerung der BBG in West und Ost

Für höhere Lohnnebenkosten sorgen aber auch Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Bemessungsgrenze zu beiden Versicherungszweigen wird in den alten Bundesländern 2013 auf 69.600 EUR (West, 5.800 EUR/Monat) festgesetzt. Bisher waren es 67.200 EUR (West, 5.600 EUR/Monat). Hier betragen die Mehrkosten für RV und AV gemeinsam bei einem Einkommen oberhalb der bisherigen BBG bis zu 271,20 EUR für Mitarbeiter wie Unternehmen jährlich.

In den neuen Bundesländern steigt die BBG 2013 auf 58.800 EUR (4.900 EUR/Monat). Bisher waren es 57.600 EUR (4.800 EUR/Monat). Hier betragen die entsprechenden Mehrkosten bei einem Einkommen oberhalb der bisherigen BBG bis zu 135,60 EUR für Mitarbeiter wie Unternehmen jährlich.

Auch Entlastung durch niedrigere Beitragssätze noch möglich

Die Angaben zu der Zusatzbelastung basieren auf den Beitragssätzen von 2012 (RV 19,6%, AV 3%). Diese können sich für 2013 noch ändern, so ist eine Absenkung des RV-Beitragssatzes von 19,6% auf 19% im Gespräch. Dadurch würde die Zusatzbelastung begrenzt bzw. ausgeglichen werden. Bei Einkommen unterhalb der bisherigen Beitragsbemessungsgrenze ergäbe sich sogar eine Entlastung von Mitarbeitern wie Unternehmen.

Haufe Download-Service: Vorläufige SV-Werte 2013

Laden Sie sich hier kostenlos die Tabelle (pdf-Datei) mit der Übersicht der wichtigsten vorläufigen SV-Werte für 2013 auf Ihren Rechner.

Schlagworte zum Thema:  Personalplanung, Sozialversicherungswerte, Personalkosten, Budgetierung, Planung

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