Der Preisträger Ericsson arbeitet an einer vernetzten Zukunft Bild: Pixabay

brand eins und das Online-Portal Statista haben zum zweiten Mal die innovativsten Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet. In diesem Jahr ging der Preis unter anderem an die schwedische Firma Ericsson für besondere Leistungen in den Kategorien Dienstleistungen und Produkte, Prozesse sowie Unternehmenskultur. Bei den Kennzahlen gibt es einen Schönheitsfehler.

Aachener Entwicklungszentrum Eurolab prämiert

Ericsson arbeitet an der Vision einer vernetzten Zukunft. Dazu gehört, dass jede Branche oder jeder Einzelne sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Das Aachener Entwicklungszentrum Eurolab ist eines von vielen Beispielen des Innovationsbestrebens des Unternehmens. Jährlich wird dort ein „Innovation Day“ veranstaltet, an dem sich die Besucher über die aktuellen Entwicklungen und Erkenntnisse informieren können, wie beispielsweise die Netztechnik 5G oder die Live-Demonstration eines von Aachen aus in Schweden ferngesteuerten Lastwagens. Weitere Anwendungsfelder für innovative Dienstleistungen von Ericsson sind das Gesundheitswesen oder auch das Internet-of-Things.

Für eine bestmögliche Analyse der Innovationskraft haben brand eins und Statista eine Liste mit 2.000 Unternehmen aus 20 Branchen angefertigt. Rund 2.000 Vertreter innovationsprämierter Unternehmen sowie 250 Experten des Instituts für Innovation und Technik und 20.000 Führungskräfte und  Angestellte des Statista-Expertenpanels „Expert Cycle“ wurden nach der Innovationsbewertung der Unternehmen befragt. In den drei Zusatzkategorien Dienstleistungen und Produkte, Prozesse sowie Unternehmenskultur sollten dabei neuartige Produkte oder Dienstleitungen, von der Entwicklung bis hin zur Vermarktung, Prozessinnovationen in Strategie, Planung, Controlling und Qualitätssicherung und Innovationen im Bereich Human Resources beurteilt werden.

FuE-Investitionen zahlen sich noch nicht aus

Das schwedische Unternehmen Ericsson ist Weltmarktführer im Bereich der Kommunikationstechnologie. International beschäftigt Ericsson rund 111.000 Mitarbeiter, davon 2.000 in Deutschland an 11 Standorten. Die Abteilung Forschung und Entwicklung (F&E) in Aachen ist mit ca. 950 Mitarbeitern die größte in Deutschland. Der Jahresüberschuss lag 2015 noch bei ca. 13,5 Mrd. Euro, die F&E Ausgaben bei rund 3,8 Mrd. Euro. Trotz dieser hohen Zukunftsinvestitionen brach der Jahresüberschuss im Jahr 2016 erheblich ein und lag nur noch bei 1,7 Mrd. Euro. Als einen Grund gab das Unternehmen die Konjunkturschwäche in wichtigen Märkten wie Brasilien und Russland an. Zudem werde die 5G Technologie nicht vor 2020 auf den Markt kommen, weshalb die Auftragslage zurzeit schlecht sei.

Schlagworte zum Thema:  Innovation, Forschung und Entwicklung

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