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Innovationsmanagement ist Chefsache

Bild: Idey/fotolia

Innovationsmanagement wird in den meisten Digital-Unternehmen auf Geschäftsführungsebene verantwortet. Das zeigt eine Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW). Zudem legen die Unternehmen auch bei ihren Mitarbeitern großen Wert auf innovatives Denken.

Innovative Ideen werden überwiegend als sehr wichtig bewertet

Dem Innovationsmanagement wird in Unternehmen der digitalen Wirtschaft große Relevanz beigemessen. Bei der Frage nach der Wichtigkeit von Innovationen geben 56.6% der befragten Unternehmen an, dass diese „sehr wichtig sind“, für 30,3% sind sie immerhin noch „eher wichtig“. Die Bedeutung von Innovationen manifestiert sich weiter beim Blick auf die Verantwortlichkeit für das Innovationsmanagement. So geben 72,7% der befragten Unternehmen an, dass Geschäftsführung bzw. Vorstand die Verantwortlichkeit für das Thema Innovation innehaben.

Eigene Position noch die Ausnahme

Die Etablierung eines eigens eingesetzten Innovationsmanagers ist in der Breite indes noch nicht angekommen, lediglich 15,2% der Unternehmen beschäftigen einen solchen Innovationsmanager. Mit Blick auf die Innovationsquellen sind die zwei häufigsten Nennungen der Dialog mit Mitarbeitern (69,7%) und Wettbewerbsbeobachtung/Marktanalysen (63,6%). 

Zeit und Budget sind kritische Faktoren beim Thema Innovation

Als zentrale Hemmnisse für Innovationen betrachten 69,4% der Befragten die fehlende Zeit und 41,8% das fehlende Budget. Neben diesen „Klassikern“ unter den Hemmnissen nennt jeweils mehr als ein Viertel der Befragten

  • mangelnde Förderung durch Führungsebene (31,6%),
  • fehlendes Fachpersonal (30,6%),
  • fehlende Offenheit / Innovationskultur im Unternehmen (26,5%) und
  • mangelnde Unternehmensstrukturen (25,5%)

als Hemmnisse. Insgesamt zeigt sich, dass für Innovationen nicht nur mehr Zeit und Budget notwendig sind, sondern auch entsprechende Struktur, Kultur und insbesondere qualifiziertes Personal, das durch das Management die entsprechende Förderung erfährt.

Innovatives Denken von Mitarbeitern ist Schlüsselqualifikation

Folglich haben die Unternehmen bei den Kompetenzen ihrer Mitarbeiter klare Vorstellungen. Insbesondere innovatives Denken ist ihnen wichtig. So geben 28,6% an, dass innovatives Denken und Handeln als Einstellungskriterium „sehr wichtig“ sind; für 53,1% ist dies „eher wichtig“. Bei der Auswahl der innovativen Mitarbeiter verlassen sich dann 73,8% der Befragten auf ihr Bauchgefühl bzw. ihre Intuition. Deutlich seltener kommen spezielle Gesprächstechniken (38,8%), Fallstudien/Aufgaben (37,5%) oder Gruppendiskussionen (7,1%) zum Einsatz.

Zur Studie

Die Studie „Innovationsmanagement in der Digitalen Wirtschaft“ des BVDW basiert auf einer Online-Befragung von 99 Experten der Digitalwirtschaft im Zeitraum von Juni bis August 2014. Die Studie zeigt u.a. Innovationsquellen auf,  beleuchtet die Verantwortlichkeiten im Innovationsmanagement und zeigt Hemmnisse von Innovationen auf.

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2. Forum Innovationssteuerung und -controlling (13./14. Juni 2016)

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Innovationsmanagement, Innovation, Studie

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