Zusammenfassung

 
Überblick
  • Die Auswirkungen des digitalen Wandels einhergehend mit globalen Entwicklungen und Wandlungsprozessen werden das bisherige Personalmanagement vor Herausforderungen stellen.
  • Es ist erforderlich, das bisherige Personalmanagement funktionsspezifisch weiterzuentwickeln.
  • Ziel dieses Artikels ist es, die Auswirkungen dieser aktuellen Trends auf Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikationsbranche (nachfolgend ITK-Branche) und andere wissensintensive Dienstleistungsbereiche darzustellen und die damit verbundene Anpassung des Kompetenzmanagements auf den digitalen Wandel zu analysieren.
  • Zur Ermittlung der Anpassung des Kompetenzmanagements auf den digitalen Wandel von Unternehmen in der ITK-Branche und anderen wissensintensiven Dienstleistungsbereichen wurde eine Querschnittserhebung anhand zweier an die Zielgruppe angepasster Online-Befragungen durchgeführt.

1 Aktuelle Trends beeinflussen die Ausgestaltung des Personalmanagements nachhaltig

Personalmanagement und IT haben innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte immer wieder gegenseitig voneinander profitiert.[1] Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich nun statt umfangreicher Schulungen neuer IT-Produkte die Medienkompetenz an strategisch wichtiger Stelle angesiedelt hat. Personalmanagement teilt sich laut einer globalen Führungskräftebefragung von Deloitte Consulting in drei Felder auf, welche für die heutige Personalarbeit von grundlegender strategischer Bedeutung sind:[2]

  1. Mitarbeitergewinnung und -engagement,
  2. Mitarbeiterführung und -entwicklung,
  3. HR-Transformation in struktureller, kultureller und personeller Dimension.

Im Rahmen des Beitrages steht die tiefergehende Auseinandersetzung mit der Mitarbeiterführung und -entwicklung im Mittelpunkt. Dadurch soll die detaillierte Darstellung der Verbreitung innovativer Praktiken zur Mitarbeiterführung und -entwicklung sichergestellt werden.

Trends in der Mitarbeiterführung und ‐entwicklung

Zur optimalen strategischen Ausrichtung müssen Unternehmen ihre Kompetenzen realistisch und zeitnah beurteilen können.[3] So kann bspw. durch einen Vergleich des Soll- und Ist-Zustandes eine an der Unternehmensstrategie angelehnte Eliminierung und Selektionsstrategie ausgearbeitet werden. Solch ein Kompetenzmanagement ermöglicht die zunehmend unübersichtlichen und unvorhersehbaren Rahmenbedingungen im Unternehmen besser zu steuern und zu kontrollieren. Aktuell stellt insbesondere die Industrie 4.0 eine Revolution dar, deren Auswirkungen noch weitestgehend unklar sind.[4] In Bezug auf die Personalentwicklung ist fraglich, welche Rolle dem Facharbeiter zugeschrieben wird, wenn Maschinen zukünftig eigenständig miteinander agieren. Dementsprechend herrscht bisher keine Klarheit darüber welche Kompetenzen von Mitarbeitern gefordert und gefördert werden müssen.

Innovation in der Mitarbeiterführung und ‐entwicklung

Das Personalmanagement selbst ist bisher nur begrenzt in die Diskussionen involviert. Mehrheitlich werden die aktuellen Trends noch immer mit einer konventionellen Personalfunktion, sowie einem traditionellen Rollenbild konfrontiert. Nichtsdestotrotz sind die gegenwärtigen Organisationsanforderungen im Personalmanagement ebenso vielfältig wie offensichtlich.[5] In Bezug auf Innovation, rückt die Personalentwicklung dennoch im Vergleich zu der Mitarbeitergewinnung häufig in den Hintergrund. Es ist jedoch genau dieser Bereich des Personalmanagements, der sich in einem extremen Umbruch befindet. Oft können Führungskräfte nicht den Anforderungen eines volatilen und globalisierten Umfelds gerecht werden und müssen folglich Personalfragen vernachlässigen. Es wird daher kontinuierlich wichtiger, dass das Personalmanagement Trends wie die Entwicklung neuer Lernformate verfolgt und neuere didaktische Erkenntnis wahrnimmt.

In Bezug auf die Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter werden aktuell zwei Formate thematisiert.

  • Zum einen nimmt das E-Learning, wie bspw. Mobile Learning oder Serious Gaming, eine wichtige Rolle ein. Solche Methoden ermöglichen eine konstante Adaption an den Nutzer. So kann eine individuelle Anpassung an das Lernen erfolgen.[6] Weiterhin verursacht der Einbau der Virtual Reality in solche Lernprogramme einen weiteren Wandel.[7]
  • Das zweite Format ist das soziale Lernen. Hierbei stehen die Kollegiale Beratung, Internes Coaching und Mentoring im Vordergrund. In diesem Fall ermöglicht und erleichtert die aktive Nutzung von intelligenten Kompetenznetzwerken eine schnellere und größere Weitergabe von Kompetenzen unter den Mitarbeitern. Hierbei profitiert das Personalmanagement durch Effizienzgewinn auf Basis von IT. So kann eine zielgerichtete Entwicklungs- und Nachfolgeplanung, einhergehend mit einer verbesserten strategischen Ausrichtung des Personalmanagements erzielt werden. Unternehmen können individuelle "(Kern-)kompetenzen" ausbauen, synchronisieren und entwickeln.

Ziel des Beitrages

Das Internet hat die Arbeitswelt innerhalb kürzester Zeit geprägt und verändert. Weiterhin erzeugen die Digitalisierung einhergehend mit dem demografischen Wandel und der Globalisierung eine externe Dyna...

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