Ganzheitliches Leistungsmanagement als Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb

Zusammenfassung

 

Überblick

Unternehmen benötigen heutzutage im globalen Wettbewerb ein effektives und effizientes Leistungsmanagement, um ihren Erfolg langfristig absichern zu können.

Ein solches ganzheitliches und langfristiges Performance Management kann nur dann die Erwartungen erfüllen, wenn alle erfolgskritischen Management-Disziplinen im Rahmen eines integrativen Managementsystems optimal aufeinander abgestimmt sind.

Der Beitrag zeigt, welche grundlegenden Managementmethoden und -instrumente sich identifizieren lassen, um den Unterschied zwischen dauerhaft erfolgreichen und nicht erfolgreichen Unternehmen zu erklären. In diesem Kontext wird ein Ansatz für einen Leistungsmanagement-Gesamtprozess entwickelt, in dem die zentralen Problemquellen bei der Einführung von Performance Management eingeordnet und erläutert werden.

1 Trends und Anforderungen des globalen Wettbewerbs

Unternehmen erfahren heutzutage einen immer schärfer werdenden Wettbewerbs- und Leistungsdruck. Märkte, Kundenanforderungen und Konkurrenten verändern sich in so großem Tempo und Ausmaß, dass Organisationen gezwungen sind, schnell zu reagieren und ihre Unternehmenssteuerung sowie ihr Leistungsmanagement zu optimieren. Gleichzeitig müssen sie kontinuierlich neue Erfolgsrezepte entwickeln, da Strategien, die gestern noch Erfolgsgaranten waren, schon morgen veraltet sein können und ersetzt werden müssen. Die zunehmende Komplexität macht es zudem für Manager immer schwieriger, die zentralen Stellhebel für den Unternehmenserfolg schnell zu erkennen und bestmöglich auszuschöpfen. Die Zeit, in der mit einfachen Antworten Wettbewerbsprobleme gelöst werden konnten, ist endgültig vorbei.

Keine Angst vor Neuem

Lange wurden diese Veränderungen hartnäckig ignoriert, da auf neues Markt-, Kunden- oder Anlegerverhalten mit Hilfe von "Altbewährtem" im Sinne von linearem Wachstum, Effizienzsteigerungen, arbeitsteiliger Organisation und hierarchischer Führung adäquat reagiert werden konnte. Der Erfolg, der die Verstärkung unternehmerischer Anstrengungen, im Sinne von "mehr desselben wie immer" rechtfertigte, gab den Unternehmen Recht. Doch mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen so stark verändert, dass rein "kosmetische Ansätze" zur Optimierung der bestehenden Prozesse und Denkweisen nicht länger ausreichen, sondern neue, integrative und holistische Konzepte im Leistungsmanagement erforderlich sind, um den aktuellen Trends und Anforderungen des globalen Wettbewerbs zu begegnen.

In Summe lassen sich die Herausforderungen, denen Organisationen im Rahmen eines ganzheitlichen und langfristigen Performance Managements begegnen müssen, auf fünf zentrale Wettbewerbstreiber zurückführen (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Zentrale Wettbewerbstreiber im globalen Wettbewerb

1.1 Wettbewerbstreiber 1: Stakeholder-Value-Maximierung

Alle Aspekte unter einen Hut bekommen

Unternehmen müssen sich den ständig erneuernden Erwartungshaltungen der wichtigsten "Anspruchsgruppen" an die unternehmerische Leistung stellen und deren Interessen optimal erfüllen. Bereits hier wird die Problematik deutlich, dass sich Unternehmen primär nicht nur einer Interessenslage widmen können, sondern verschiedene Erwartungen unterschiedlichster Stakeholder gleichzeitig im Auge haben müssen. Nachfolgend werden exemplarisch die drei bedeutendsten Interessengruppen aufgeführt.

  1. Zunächst müssen Kundenansprüche und -probleme frühzeitig erkannt, die Entwicklung optimaler Lösungen vorangetrieben sowie die Konzeption marktfähiger Produkte und Dienstleistungen als klarer Fokus von Leistungsprozessen gesetzt werden. Nur Organisationen, die sichtbar bessere qualitative Leistungen am Markt anbieten, schneller auf Kundenwünsche reagieren und objektiv vergleichbar attraktive Preise bieten, haben gute Chance sich langfristig zu behaupten.
  2. Gleichzeitig müssen aber auch die Erwartungen von Anteilseignern, das heißt von Aktionären und Gesellschaftern, durch einen stetig steigenden Kapitalzuwachs erfüllt werden, da die Hauptmotivation für Geldanleger darin liegt, einen Vermögensgewinn zu erreichen und eine angemessene Rendite zu erwirtschaften.
  3. Darüber hinaus existieren die Erwartungen der Mitarbeiter, die sich von ihrem Arbeitgeber herausfordernde Aufgaben, interessante Perspektiven, Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung und eine angemessene Anerkennung ihrer Leistung wünschen. Gerade hochqualifizierte Mitarbeiter sehen das Berufsleben nicht mehr nur als Notwendigkeit, Geld zu verdienen, sondern suchen in ihrer Arbeit nach Bestätigung, Gemeinschaft und Eigenverantwortung.

1.2 Wettbewerbstreiber 2: Globalisierung

Globale Wettbewerbsfähigkeit ist ein weiterer Mega-Trend, der zwar zum einen verschiedene Vorteile für Unternehmen mit sich bringt, andererseits aber auch neue Produkte, neue Kompetenzen, neues Denken und neue Geschäfts- und Leistungsprozesse erforderlich macht. Der weltweite Wettbewerb ist heutzutage grenzenlos geworden – und das vor dem Hintergrund völlig unterschiedlicher Landes- und Geschäftskulturen, die erst einmal verstanden und auf die im Rahmen des Geschäftsverhaltens eingegangen werden muss, um langfristig erfolgreich zu sein.

1.3 Wettbewerbstreiber 3: Marktdynamik

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