Bei diesem Top-down-Vorgehen bildet die Plattform für E2E-Performance-Management den Grundstein zur Konstruktion der gesamthaften digitalen E2E-Plattform. Für eine effektive Unternehmenssteuerung ist dabei die funktionsübergreifende Ausrichtung der neuen Steuerungslösungen essenziell. Nur wenn Zielgrößen wie Wachstum, Profitabilität, Liquidität und Wertsteigerung hinsichtlich des Zusammenspiels von finanziellen Leistungsindikatoren und nicht-finanziellen Werttreibern betrachtet werden (können), ist die effektive Steuerung des Unternehmens möglich. Insbesondere bei nicht-finanziellen Werttreibern kommt es auf die Spezifika der Funktionsbereiche entlang der Wertschöpfungskette an – von den Preis-Mengen-Gerüsten im Vertrieb über Produktions- und Logistikkennzahlen bis hin zu Materialpreisen und -mengen im Einkauf und spezifischen Kennzahlen im Personalwesen. Das Herstellen von Kontext zwischen finanziellen Leistungsindikatoren und den entsprechenden Werttreibern über Funktions- und Geschäftsbereiche hinweg ist insofern ein wesentlicher Aspekt der Plattform für E2E-Performance-Management.

Beim Entwurf der Plattform ist es entscheidend, keine rein technologische Sicht auf die relevanten Daten und Steuerungs-Apps für Reporting, Konsolidierung, Planung und Analytics einzunehmen. Vielmehr gilt es, den Blick auch auf fachliche Aspekte wie Inhalte, Methoden, Prozesse, Organisation und Governance zu richten. Die notwendigen funktions- und bereichsübergreifenden Strukturen werden idealerweise schon beim Aufbau der Plattform etabliert und gelebt.

Das Prinzip "think big – start small" ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Auch wenn die Plattform im Zielbild sämtliche Funktions- und Geschäftsbereiche umfasst, ist es wichtig, zunächst mit einer begrenzten Anzahl zu starten. Sobald sich bei dieser Skalierung die etablierten prozessualen und organisatorischen Strukturen stabilisiert haben, folgen weitere Funktionen und Geschäftsbereiche (vgl. Abb. 4). Die in der initialen Phase durch das Integrationsmanagement geschaffenen fachlichen und technischen Standards werden dann auf die folgenden Funktions- und Geschäftsbereiche übertragen.

Abb. 4: Funktionsübergreifende Plattform für das E2E-Performance-Management

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