05.03.2013 | Risikomanagement

Konjunkturrisiken erfordern Investitionsrechnungen mit Spielraum

Bild: Haufe Online Redaktion

Mit der Konjunktur werden auch die Unternehmensinvestitionen 2013 wieder anziehen. Das erwartet die KfW in ihrem aktuellen KfW-Investbarometer. Die Risiken für einen erneuten Einbruch bleiben jedoch hoch. Investitionsrechnungen sollten deshalb nicht „auf Kante genäht“ werden.

Zuwachs bei Investitionen ab Jahresmitte
Die Unternehmensinvestitionen in Deutschland haben im vergangenen Jahr ihren Tiefpunkt hinter sich gelassen und werden sich 2013 wieder beleben. Die KfW erwartet, dass das erste Halbjahr wegen der niedrigen Kapazitätsauslastung der Firmen zwar noch von verhaltener Investitionsbereitschaft geprägt sein wird, sich ab Jahresmitte aber die konjunkturellen Auftriebskräfte stärker durchsetzen werden und die Investitionstätigkeit dann anzieht. Für das Gesamtjahr dürfte sich eine "rote Null" von -0,1% ergeben.

Situation in Eurozone fordert Risikomanagement bei Investitionsplanung
Optimistisch für eine wieder zunehmende Investitionstätigkeit stimmt, dass die Weltwirtschaft, insbesondere die USA, 2013 wieder Tritt fasst. Dies wird die Ausfuhren beleben und sich positiv auf die Investitionsbereitschaft der Exportunternehmen auswirken. Das nach wie vor günstige Zinsumfeld und der gute Kreditzugang erleichtern parallel dazu Erweiterungsinvestitionen. Die Energiewende schafft zudem Anreize für Rationalisierungsinvestitionen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Trotz aller positiven Signale bleiben die Abwärtsrisiken hoch, allen voran sind hier die weiteren Entwicklungen in der Eurozone zu nennen.

Vorsichtig planen und kalkulieren
Um die Risiken zu berücksichtigen, sollten bei der Investitionsrechnung diverse Szenarien der Konjunkturentwicklung erarbeitet werden. Die Kalkulation sollte genügend Spielraum enthalten, damit auch bei einer schlechteren Entwicklung das Projekt keinen wirtschaftlichen Schiffbruch erleidet.

Moderater Rückgang signalisiert Erholung

Das aktuelle KfW-Investbarometer konstatiert für das vierte Quartal 2012 zwar den vierten Rückgang der deutschen Unternehmensinvestitionen in Folge. Damit sind sie im Gesamtjahr 2012 trotz des günstigen Zinsumfelds um 2,5 % geschrumpft. Der relativ moderater Rückgang im vierten Quartal (-0,3 % ggü. dem Vorquartal) signalisiert jedoch ebenso wie die jüngsten Unternehmensbefragungen der KfW, dass die Talsohle durchschritten ist.

Zur ausführlichen Analyse des KfW-Investbarometer (Abfrage am 4.3.2013).

Schlagworte zum Thema:  Investitionsrechnung, Risikomanagement, Wirtschaftlichkeitsberechnung

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