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Planungsfachkonferenz stellt Best Practices für effektive und flexible Planung vor

Unter dem Titel „Moderne Budgetierung - Wege zu einem leistungsstarken und flexiblen Planungssystem“ wurden moderne Ansätze für Planung und Budgetierung präsentiert. Der Fokus der Veranstaltung lag dabei auf steuerungsrelevanten Planungsinhalten, Integration der Strategie, Umgang mit Unsicherheit und State-of-the-art Unterstützung durch IT-Tools. (Serie, Teil 1)

13. Planungsfachkonferenz mit über 160 Teilnehmern

Die Zahl 13 hat Glück gebracht: Jörg Leyk, Partner bei Horváth und Partners, konnte am 1. Dezember 2011 in Köln über 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. „In der Budgetierung gibt es nicht das eine System oder den einen Weg; es geht immer darum, für jedes Unternehmen individuell eine flexible Lösung zu erarbeiten“, sagte Leyk zu Beginn der Konferenz und setzte den Fokus damit auf die notwendige Flexibilität der Budgetierung.

Erfolg unter anderem durch Flexibilität, Vereinfachung und Zielorientierung

Sieben Vorträge beleuchteten das Thema „Moderne Budgetierung - Wege zu einem leistungsstarken und flexiblen Planungssystem“ von unterschiedlichen Seiten und stellten Schlüsselfaktoren für eine gute Planung vor.

  • So berichtete beispielsweise Markus Happe, Leiter Konzern-Planung und -Reporting der Benteler International AG, vom Projekt „Entfeinerung der Planungsprozesse“ zur Planungsoptimierung. Dadurch ergaben sich eine erhebliche Aufwandreduzierung im Zusammenspiel mit einer schnelleren Reaktionsfähigkeit und eine größeren Strategieorientierung im Konzern.
  • Christoph Wenner, Corporate Director Subsidiary Controlling & Corporate Planning bei Henkel, demonstrierte, wie unter anderem durch eine klare Zielorientierung und Werttreibermodelle die Planung verbessert und auch die Rolle des Controlling verändert wird.
  • Sandra Lunkenheimer, Leiterin Reporting SCHOTT Group, zeigte, wie durch Integration von strategischer und operativer Planung der Prozess verkürzt und durch einen rollierenden Forecast flexibilisiert wurde.
  • Claudia Maron, Leiterin Unternehmensplanung der DATEV eG, betonte die Wichtigkeit von Eigeninitiative bei der Weiterentwicklung der Planung und ging dabei auf so unterschiedliche Aspekte wie die Nutzung von Online-Simulationen und die Cash-Planung ein.

Von lästiger Pflicht zum geschätzten Steuerungsinstrument

Konferenzleiter Michael Kappes, Senior Project Manager und Leiter des Segments „Planung und Forecasting“ bei Horváth & Partners, erläuterte in seinem Vortrag, dass in Zeiten höherer Unsicherheit eine Weiterentwicklung der Planung wichtiger denn je ist. Durch den Rückgriff auf verschiedene Hebel können sowohl Qualität als auch Effizienz und Flexibilität der Planung verbessert werden. So wird die Planung zum akzeptierten Steuerungsinstrument.

Identifizierung gemeinsamer Schlüsselfaktoren

Trotz unterschiedlichster Ausgangslagen und Anforderungen an die Planung kristallisierten sich gemeinsame Erfolgsfaktoren heraus. Verschiedene Referenten bekräftigten die Wichtigkeit einer Einbindung des Controllings in die Unternehmensstrategie. Operative und strategische Planung müssen Hand in Hand gehen, um weitreichend die Qualität der Planung voranzutreiben. Weiterhin ist es notwendig, Umbrüche und Neuerungen durch den Einsatz von Change Management zu begleiten, um Widerständen im Controlling, aber auch im Business entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang sind auch eine proaktive Kommunikation und die Einbindung aller Beteiligten von Bedeutung.

Verbesserung durch innovative IT-Unterstützung

Weiteres Optimierungspotential in der Planung sah neben anderen Referenten vor allem der Konferenzpartner SAP in IT-seitigen Innovationen. Dr. Christoph Ernst, Michael Janning und Thomas Schultze stellten anhand von Demo-Versionen die drei Schlüsseltechnologien

  • in memory,
  • mobile und
  • cloud

vor. Großes Potenzial bietet insbesondere die in-memory-Technologie, die sekundenschnelle Simulationen auch mit großen Datenbeständen erlaubt und so eine Basis für zukünftig wahrscheinlich stärker gefragte Simulationsanwendungen bietet.

Austausch und Networking passiert zwischendurch

„Neben exzellenten Referenten und ausgezeichneten Vorträgen lebt diese Konferenz immer auch von den Diskussionen zwischen den Vorträgen, für die ausreichend Zeit im Ablauf vorgesehen ist“, betonte Konferenzleiter Kappes. Viele Teilnehmer nutzten darüber hinaus auch das Get-Together im Anschluss an die Konferenz dazu, Erfahrungen auszutauschen und verschiedene Fragestellungen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen zu diskutieren.

In den nächsten Tagen werden wir einige Highlights der Veranstaltung gesondert vorstellen:

  • Vortrag: Die Planung fit machen, Unsicherheit im Umfeld flexibel berücksichtigen
  • Vortrag: Entfeinerung des Planungsprozesses bei Benteler
  • Vortrag: Weiterentwicklung der Unternehmensplanung bei Henkel

Die 14. Planungsfachkonferenz wird am 6. Dezember 2012 in Köln stattfinden.

Weitere Informationen:

Horváth & Partner GmbH
Isabell Barthel

Königstr. 5 70173 Stuttgart
Telefon: +49 711 66919-367
E-Mail: konferenz@horvath-partners.com

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