13.09.2011 | Controllerpraxis

Personalkostenplanung 2012: Neue Sozialversicherungswerte liegen vor

Für die Personalkostenplanung sind die Sozialversicherungswerte ein nicht zu unterschätzender Faktor. Rechtzeitig zur Budgetierungsphase liegen die voraussichtlichen Werte für 2012 vor.

Der Entwurf für die neue Rechengrößen-Verordnung 2012 liegt nun vor. Er soll im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Änderungen sind nicht mehr zu erwarten.

Die voraussichtlichen Rechengrößen im Detail

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird von derzeit 3.712,50 EUR im Jahr 2012 auf 3.825,00 EUR im Monat (bzw. 45.900 EUR jährlich) steigen. Nachdem der Wert zuvor erstmalig gesunken war, erreicht die BBG damit wieder die Höhe der Vorjahre.

Beitragszuschüsse zur Krankenversicherung steigen

Bleiben die SV-Beitragssätze unverändert in 2012 bestehen, müssen die Arbeitgeber 2012 aufgrund der Anhebung der BBG bei einem Arbeitgeberanteil von 7,3 % am GKV-Beitrag für jeden Arbeitnehmer, dessen Entgelt über der bisherigen BBG liegt, um bis zu 8,22 EUR höhere Beitragszuschüsse als im Jahr 2011 zahlen. Der Beitragszuschuss wird sich 2012 damit auf maximal 279,23 EUR belaufen.

Auch für die Gutverdiener unter den Arbeitnehmern wird es teurer. Der maximale Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung macht dann 2012 (bei einem Anteil von 8,2 %) 313,65 EUR aus.

Jahresarbeitsentgeltgrenze

Die allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze steigt von bislang 49.500 EUR auf 50.850 EUR pro Jahr.

RV: Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze nur im Westen

Für höhere Lohnnebenkosten sorgen aber auch Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze zu beiden Versicherungszweigen wird 2012 auf 5.600 EUR (West-Deutschland) festgesetzt (bisher 5.500 EUR). Jährlich sind dies 67.200 EUR. Unverändert ist die Entwicklung im Osten Deutschlands. Für das sog. Rechtsgebiet Ost bleibt die BBG der Renten- und Arbeitslosenversicherung 2012 unverändert auf 4.800 EUR (bzw. 57.600 EUR jährlich).

Beitragssätze: Wenig Hoffnung auf Senkungen

Trotz guter Entwicklung der Einnahmen bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung noch an der Stellschraube der Beitragssätze dreht. Bisher kommen alle Versicherungszweige sehr gut mit ihren Geldern aus, doch die Politik zögert noch. 

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