Für viele Controller ist die Arbeit mit Excel ein fester Bestandteil des beruflichen Alltags. Auch für das Forecast Controlling stellt das Programm verschiedene Formeln und Funktionen zur Verfügung.

Als Grundlage für die Erstellung eines Forecasts des laufenden Jahres dienen Ist-Zahlen, die z.B. von der Buchhaltung zur Verfügung gestellt werden können. Mithilfe von Microsoft Excel kann ein Forecast durch folgende Funktionen ermittelt werden:

  1. Schätzer

    Das Programm errechnet auf Grundlage eines linearen Trends einen bestimmten Schätzwert. Die Formal dafür kann beispielweise (wie im Bild oben) sein:

    Zelle D8: =WENN(C8="";SCHÄTZER(E8;$D$7:D7;$E$7:E7);C8).
    Mittels der WENN-Funktion wird geprüft, ob bereits ein Ist-Wert vorliegt oder ein Schätzwert zu bemessen ist.

  2. Trend-Funktion

    Die Berechnung eines Trends wird wie beim Schätzer auf Basis eines linearen Anstiegs durchgeführt. Die Trend-Funktion unterscheidet sich allerdings dahingehend, dass durch die Unterstützung mathematischer Formeln ein bestimmter Bereich mit beliebig vielen Werten ausgewählt werden kann. Beispiel:
    Zelle F8: =WENN(C8="";VARIATION($F$7:F7;$H$7:H7;H8);C8)

  3. Variation-Funktion

    Die Variation-Funktion ermittelt indessen einen exponentiellen Trend. Die berechneten Forecast-Werte fallen deshalb höher aus als die der linearen Trendfunktion. Dennoch wird auch bei dieser Variante durch die WENN-Funktion überprüft, ob bereits Ist-Werte vorliegen. Beispiel-Formel:
    Zelle F8: =WENN(C8="";VARIATION($F$7:F7;$H$7:H7;H8);C8)

Unternehmensspezifische Individualisierung ist immer möglich

Natürlich sind diese drei Vorgehensweisen nicht zwingend durchzuführen. Der Controller kann auch spezifisch für sein Unternehmen eine Formel entwickeln, die beispielsweise auf dem Mittelwert der bisherigen Ist-Werte beruht. Die obige Abbildung zeigt schlussbetrachtend den Vergleich aller genannten Excel-Funktionen in den Spalten D - F beispielhaft auf.

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