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Finance-Mitarbeiter halten durch herausfordernde Aufgaben

Für interessantere Aufgaben würden fast zwei Drittel der Finanz- und Personalexperten in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Arbeitgeber wechseln. Doch soweit muss es nicht kommen, wenn rechtzeitig vorgesorgt wird. Arbeitgeber wie Mitarbeitern stehen zahlreiche Möglichkeiten offen.

Routine im Job wichtigster Grund zum Wechsel des Arbeitgebers

Die Chance auf spannendere Aufgaben bei einem neuen Arbeitgeber wollen sich die meisten Finanz- und Personalprofis nicht entgehen lassen.Hinzu kommt, dass sich in einer neuen Position oft bessere berufliche Entwicklungsperspektiven realisieren lassen. Gut 50 % der deutschen, 52 % der Schweizer und 44 % der österreichischen Teilnehmer sind dieser Meinung.

Im Gegensatz dazu stehen ein kurzer Arbeitsweg und ein klangvoller Job-Titel nicht so hoch im Kurs. Nur ein Drittel der Studienteilnehmer würde für eine kürzere Anfahrt zur Arbeit den Dienstherren wechseln. Ähnlich ist es beim Job-Titel. Hier gilt das Motto: Der Inhalt macht die Musik, nicht die äußere Wahrnehmung.

Was Arbeitgeber gegen Langeweile tun können

Für Arbeitgeber ist diese Entwicklung ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich der Arbeitsmarkt wieder erholt hat. Der Wettbewerb um die besten Talente ist wieder voll im Gang und dies schlägt sich auch in den Bedürfnissen der Mitarbeiter nieder. Um wichtige Leistungsträger nicht zu verlieren, sollten Unternehmen rechtzeitig gegensteuern.

Ein erfolgsversprechender Weg ist es, verdienten Mitarbeitern stets interessante und verantwortungsvolle Aufgaben zu übertragenund somit ihre Karriere aktiv zu fördern. Regelmäßige Gespräche mit dem Mitarbeiter sind wichtig, um neue Aufgaben seinen Kompetenzen und Zielen anzupassen.

Was Mitarbeiter gegen Langeweile tun können

Auch die Fach- und Führungskräfte selber müssen nicht untätig sein. Sie können aus eigener Initiative aktiv gegen zu viel Routine im Job angehen. Somit gestalten sie ihren Alltag interessanter und fördern gleichzeitig ihre berufliche Weiterentwicklung. Zu den möglichen Maßnahmen zählen:

  • Probieren Sie häufiger neue Aufgaben aus. Sprechen Sie öfter mit Ihrem Vorgesetzten darüber, welchen zusätzlichen Aufgaben Sie gezielt in Ihrer Weiterentwicklung unterstützen könnten.
  • Über den Tellerrand hinaus blicken. Schnuppern Sie nach Absprache mit Ihrem Chef in benachbarte Abteilungen rein. So bleiben Sie fachlich flexibel und können neue Fähigkeiten an sich entdecken.
  • Stecken Sie sich hohe Ziele. Ein Griff zu den Sternen ist auch erlaubt. Sie können um Aufgaben bitten, die vorher auf einer höheren hierarchischen Ebene angesiedelt waren. Diese neuen Herausforderungen sorgen für Abwechslung und wecken den Ehrgeiz.
  • Greifen Sie bei Projekten zu. Fragen Sie nach Projektgruppen, in denen Sie sich einbringen können. Sie lernen neue Kollegen und Aufgaben kennen und stärken Ihr Netzwerk im Unternehmen.
  • Dinge bewusst anders tun. Wenn Sie täglich viele Routine-Aufgaben abarbeiten müssen, setzen Sie, wo möglich, Akzente. Verändern Sie den Ablauf oder führen Sie die Aufgaben jedes Mal etwas anders aus. Auf diese Weise entstehen keine Standardabläufe und Sie verfallen nicht in einen alltäglichen Trott.

Grundlage

Der Personaldienstleister Robert Half befragte in der Studie „Workspace Survey“ mehr als 2.400 Finanz- und Personalexperten in 13 Ländern. Die zugehörige Pressemitteilung können Sie hier abrufen.

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