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Ethik im Unternehmen – Geht das?

Lassen sich wirtschaftliche Ziele auch oder sogar besser realisieren durch den fairen Umgang mit Stakeholdern? Prof. Dr. Sören Dressler beantwortete diese Frage auf der Controlling Innovation Berlin mit einem klaren Ja.

Wie wichtig sind Werte?

In Umfragen stufen Führungskräfte wie Mitarbeiter die Bedeutung von Werten stets recht hoch ein. Doch wie sieht es im praktischen Handeln aus?

Nach Prof. Dressler sollte die Praxis genauso aussehen. Für die langfristige Existenzsicherung von Unternehmen sollten insbesondere ein fairer und offener Umgang mit den drei wichtigsten Stakeholdern Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten erfolgen. Wie es damit tatsächlich aussieht, kann im Rahmen eines Ethik-Audits überprüft werden, bei dem diese drei Gruppen im Mittelpunkt stehen.

Das Ergebnis: Insbesondere in den Bereichen Anerkennung und Partizipation besteht Handlungsbedarf.

Nachhaltigkeit und Ethik beim Erreichen von Spitzenleistungen

Parallelen zwischen Sport und Wirtschaft zeigte Jens-Uwe Mey, Olympiasieger im Eisschnellauf 1988 und 1992, auf. Diese zeigen sich besonders den Werten, die fairen Sport wie auch faires Handeln in der Wirtschaft kennzeichnen.

  • leistungsorientiert,
  • ehrlich,
  • gerecht,
  • regelgetreu,
  • sozial,
  • gleichbehandelnd,
  • miteinander.

Er stellte die Frage, inwieweit faires Handeln die Nachhaltigkeit von Erfolgen bestimmt. Sportliche Siege verlieren ihren Wert, wenn unfaires Handeln – auch nachträglich – bekannt wird. Beispiele reichen von Dopingfällen bis hin zur „Hand Gottes“, die Maradona 1986 zu Hilfe nahm. Gleiches gilt für den beruflichen oder geschäftlichen Erfolg, der in der Gesellschaft keine Anerkennung mehr findet, wenn er auf unmoralischem bis illegalem Handeln basiert.

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