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Der moderne CFO: Architekt der nachhaltigen Unternehmensperformancesteigerung

Auch der Finanzbereich muss sich den Maßstäben stellen, die er an andere Bereiche anlegt: Bei der Leistungserbringung wird höchste Effizienz erwartet. Auf der Fachkonferenz "Finance Excellence" konnten die Teilnehmer zahlreiche Anregungen aus der Praxis mit nach Hause nehmen.

Finance Excellence - die Transformation des Finanzbereichs zu einem Bereich, der einen wesentlichen Beitrag zur Unternehmenssteuerung bei gleichzeitig höchst effizienter Leistungserbringung leistet. Im Fokus stehen hier integrierte Prozesse und IT-Systeme, harmonisierte Methoden, eine Finanzorganisation, welche die effiziente Leistungserbringung unterstützt sowie ein klar definiertes Leistungsportfolio.

Auch in diesem Jahr bot die von Horváth & Partners durchgeführte Fachkonferenz Finance Excellence den über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern interessante Vorträge und spannende Diskussionen rund um das Thema Finance Excellence. Durch die Konferenz führte wie im letzten Jahr Dr. Jörg Scheffner, Principal im Competence Center Controlling & Finanzen bei Horváth & Partners.

Benchmark-Vergleiche zeigen Optimierungsmöglichkeiten auf

Die Vergleiche mit Benchmark-Unternehmen zeigen dem CFO häufig, dass trotz der Bemühungen der letzten Jahre, die Standards von Finance Excellence zu erreichen und zu leben,  immer noch erhebliches Verbesserungspotenzial in der eigenen Organisation besteht. Unter anderem gilt es, folgende Fragestellungen zu beantworten:

  • Welche Hebel hat der CFO, um die Steigerung der Unternehmensperformance durch die zielgerichtete Ausrichtung seiner Organisation auf Effizienz und Effektivität nachhaltig zu fördern?
  • Welche Ansatzpunkte gibt es, um das Working Capital zu optimieren?
  • Wie kann ein einheitliches Datenmodell als Grundlage für effiziente und effektive Geschäftsprozesse geschaffen werden?

Effiziente Gestaltung der Controlling-Organisation

Die Entwicklung der Rolle des Controllers von einem reinen Datenlieferanten zum Berater des Managements vollzieht sich bereits seit einigen Jahren. Viele Unternehmen haben hierbei bereits eine gute Position erreicht. Charakteristisch für Best-Practice-Controllingorganisationen ist z. B. eine klare Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten für die einzelnen Organisationseinheiten. Analysen zeigen, dass hier jedoch noch weiteres Potenzial besteht, um Abläufe effizienter zu gestalten und somit einen höheren Mehrwert in der Beratung des Managements leisten zu können.

Optimierung des Working Capital

Eine Verringerung des Working Capital bewirkt die Stärkung der Innenfinanzierungskraft und somit die Freisetzung von Liquidität. Wie eine Studie von Horváth & Partners zeigt, hat das Working Capital Management für viele Unternehmen eine sehr hohe Bedeutung, wobei die größten Optimierungspotenziale im Bereich Vorräte gesehen werden. Allerdings beschränken sich die Aktionsfelder zur Optimierung des Working Capital nicht nur auf den Bereich Vorräte, sondern erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette. 

Einheitliches Datenmodell als Grundlage für effiziente  und effektive Geschäftsprozesse

Ein unternehmensweit einheitliches Datenmodell ist die Grundlage für alle Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Oftmals wird unternehmensweit beispielsweise ein Stammdatum nicht einheitlich verwendet oder ist sogar mehrfach, zum Beispiel in unterschiedlichen IT-Systemen, vorhanden. Dies kann zu Prozessverzögerungen aufgrund von notwendigen Rückfragen oder zu falschen Steuerungsinformationen aufgrund einer nicht verlässlichen Datenbasis führen. Die Schaffung eines einheitlichen Datenmodells hat aber nicht nur Auswirkungen auf den Prozessablauf oder die zu Grunde liegende Datenqualität, sondern bewirkt auch eine Optimierung der Kosteneffizienz und unterstützt die Erfüllung von Compliance-Anforderungen.

Die Agenda

Die Diskussion dieser Themen stand im Mittelpunkt der Vorträge der diesjährigen Fachkonferenz Finance Excellence. Folgende Vorträge standen auf dem Programm:

  • Optimierung der Finanz- und Controllingorganisation am Beispiel der Beiersdorf AG (Dr. Frank Claassen, Beiersdorf AG)
  • Die Finanz- und Controllingorganisation als Treiber einer wertorientierten Unternehmensführung  (Hermann Pohlchristoph, Munich Re)
  • Controllingorganisation als zentraler Erfolgstreiber der reformierten Bundesagentur für Arbeit  (Stephan Heuke, Bundesagentur für Arbeit)
  • Working Capital optimieren und nachhaltig managen (Christian Daxböck, Oliver Döring, Horváth & Partner GmbH)
  • Aus den Silos in das Netzwerk der Champions – Liquiditätsoptimierung durch die Working Capital Initiative (Martin Wissenbach, Bayer MaterialScience AG)
  • Finance Excellence @ Oracle als Basis für nachhaltiges Wachstum (Thomas Oestreich, Oracle Corporation)
  • Das harmonisierte Finanz-Datenmodell als wesentlicher Erfolgsfaktor für eine effiziente und effektive Unternehmenssteuerung in Zeiten des Umbruchs (Christoph Marchand, Deutsche Telekom AG)

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