08.09.2015 | Top-Thema Business Intelligence-Lösungen in der Cloud: Kosteneffizient und flexibel

Von „Lokal installiert“ zu „Virtuell administriert“: Vorteile von Cloud BI

Kapitel
Bild: Studie „Cloud-Monitor 2015: Cloud-Computing in Deutschland – Status quo und Perspektiven“

Public Cloud-Angebote punkten mit hoher Abfragegeschwindigkeit, Skalierbarkeit und Kostentransparenz, doch Datenschutzbedenken hemmen den Wechsel.

Laut Bitkom „Cloud Monitor 2015“ (siehe Abb. 2) versprechen sich Entscheider durch den Wechsel zu Cloud-basierten BI-Lösungen vorrangig

  • einen optimierten mobilen und geografisch verteilten Zugriff auf IT-Ressourcen (74%),
  • eine erhöhte organisatorische Flexibilität (74%) und
  • effizientere IT-Strukturen (72%).

Unterstützt wird dies dadurch, dass Cloud BI-Lösungen meist auf hohe Abfragegeschwindigkeit und Skalierbarkeit optimiert sind. Verglichen mit lokal installierter Software (On-premise) kann der Nutzerkreis flexibel vergrößert werden, ohne neue Hardware kaufen und einrichten oder neue Server zu installieren zu müssen (siehe Abb. 3). Unternehmen können so mit einem kleinen Anwenderkreis, etwa einer Abteilung, und geringeren Datenmengen beginnen und schnell zu einer umfangreichen Enterprise-Anwendung hochskalieren. Zudem unterstützt BI aus der Cloud eine deutlich schnellere Implementierung („Time to Value“). Es werden keine Vorabinvestitionen notwendig und die Lösung wird im Rahmen eines einfachen Lizenz- und Supportmodells offeriert. Vor allem Software as a Service-Lösungen in der Public Cloud beinhalten in ihrem Angebot die Kosten für die benötigte Infrastruktur, wie etwa Hardware und Speicher, bereits. So haben Unternehmen einen klaren Blick auf ihre IT-Ausgaben und können laut einer Studie von Nucleus Research von einem 1,7x höheren ROI im Vergleich zu On-Premise-Anwendungen profitieren.

Dies wird durch eine geringere Kapitalbindung gefördert: Die Softwaremiete wird im transparenten und kalkulierbaren OpEx-Modell (Operational Expenditure) abgerechnet, so dass geringeres Vorab-Investment und höhere Liquidität positiv ins Gewicht fallen. Ein weiterer Vorteil: Langwierige Budgetfreigaben können vermieden werden. Darüber hinaus kümmert sich der Cloud BI-Anbieter vollumfänglich um Software- und Hardware-Updates, kostspielige Migrationsprojekte entfallen weitestgehend und Anwender verfügen automatisch über das aktuellste Release.

Die genannten Vorteile beziehen sich vor allem auf Public Cloud-Angebote, bei denen mögliche Risiken der IT-Abteilung hinsichtlich der Implementierung einer BI-Lösung komplett an einen Dienstanbieter ausgelagert werden. Die Infrastruktur steht bereit und kurzfristige Reporting-Anforderungen der Business User können mit wenigen Klicks abgedeckt werden. Deutsche Unternehmer sind trotz allem zurückhaltend, was den Wechsel ihrer BI in die „öffentliche Cloud“ angeht: Laut Bitkom-Report nutzen vier von zehn Unternehmen eine private Cloud, wobei ein klarer Trend hin zur Nutzung von Hosted und Managed Cloud-Modellen auszumachen ist. Hauptgrund dürfte das fehlende Vertrauen für die Speicherung sensibler Firmendaten in fremden Rechenzentren sein.

Hier geht's zur Bilderserie "Cloud-BI: Nutzenerwartungen und Auswahlkriterien"

Schlagworte zum Thema:  Business Intelligence, Cloud

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