08.09.2015 | Top-Thema Business Intelligence-Lösungen in der Cloud: Kosteneffizient und flexibel

Kernanforderungen an eine Cloud BI-Lösung

Kapitel
Bild: Jedox AG

Bei der Anbieter-Auswahl sollten vielfältige Integrationswerkzeuge, Nutzerfreundlichkeit und Exit-Optionen den Anforderungskatalog anführen.

Während die Evaluation des richtigen BI-Tools für jedes Unternehmen und Projekt individuell ist, so sollte bei der Wahl der richtigen Cloud-Plattform vor allen Dingen Wert auf vielseitige Integrationswerkzeuge und Schnittstellen gelegt werden. Je mehr Unternehmensprozesse in die Cloud verlagert werden, desto wichtiger ist eine intuitive Integration des BI-Tools in verschiedene Softwarewelten, etwa zu Salesforce.com, SAP HANA oder Finanzbuchhaltungssystem in der Cloud. Damit die eigene Cloud BI-Lösung kein Silo wird, sollte diese sogenannte „Interoperabiltität“ sowohl zu externen Dienstanbietern als auch zu den internen Datenquellen im Unternehmen gegeben sein.

Hinsichtlich der Performance sollte die Cloud-Infrastruktur die Ausfallsicherheit garantieren und Systemstabilität gewährleisten. Die durch Cloud BI unterstützte hochperformante Datenverarbeitung kann dabei mit einem In-Memory-Datenmanagement, wie es etwa die Jedox Suite anbietet, nochmals beschleunigt werden.

Auch in der Abrechnungsart unterscheiden sich die Anbieter, die monatliche Preiskalkulation der Softwaremiete kann etwa nach Dauer oder nach benötigten Ressourcen erfolgen. Vor allem bei BI-Lösungen mit großen Datenmengen sollten Unternehmen darauf achten, da dies sowohl kosten- als auch performanceseitig relevant sein könnte. Darüber hinaus sollten Wartung und Support, wie bei traditionellen BI-Anbietern, selbstverständlich und durch Service Level Agreements (SLA) abgesichert sein. Ein weiterer Aspekt ist die Agilität und Nutzerfreundlichkeit der Lösung, die eine selbstständige Erweiterung und Anpassung des BI-Systems ermöglichen sollte. Business User müssen etwa Kennzahlen, Datenmodelle, Berichte und Abfragen auch in der Cloud im Self-Service bearbeiten können.

Ein letzter – und häufig vernachlässigter – Punkt ist, sich durch eine fundierte „Exit Strategie“ stets alle Optionen offen zu halten: Falls ein Unternehmen den Wechsel von Private zu Public Cloud oder zwischen verschiedenen Anbietern vollziehen möchte, sollte die Cloud BI-Lösung versetzbar sein und die Daten müssen transferiert werden dürfen, um sogenannte „Lock-in“-Effekte zu vermeiden. Business Intelligence-Anbieter wie Jedox, die ihre Software sowohl lokal als auch in der Cloud anbieten, bieten dabei größere Flexibilität als „Cloud-Only“-Hersteller, wenn es darum geht, sich eventuell wieder aus der Cloud zurückzuziehen (s. Abb. 4).

Auch werden dadurch hybride Modelle unterstützt, die Chancen und Potenziale für hiesige Unternehmen eröffnen. Zukünftig werden immer mehr unterschiedliche IT-Anwendungen miteinander verknüpft und Daten ausgetauscht werden müssen, was meist nicht durch eine einzelne IT-Form (On-Premise, Public und Privat Cloud) abgebildet werden kann. Wechselwillige sollten also auf einen Cloud BI-Anbieter setzen, der über das volle Instrumentarium verfügt und hybride Modelle - bei welcher sich die Nutzungsanteile von lokaler Installation und Cloud flexibel kombinieren lassen - unterstützt.

Hier geht's zur Bilderserie "IT-Infrastruktur und Frontend"

Schlagworte zum Thema:  Business Intelligence, Cloud

Aktuell

Meistgelesen