25.07.2012 | Persönlichkeitsrecht

YouTube ermöglicht das Unkenntlichmachen von Gesichtern

Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einer neuen Funktion können Nutzer in hochgeladenen Videos Gesichter der abgebildeten Personen unkenntlich machen. Mit dem Feature sollen laut YouTube beispielsweise politische Aktivisten, aber auch Kinder besser geschützt werden.

Das Video-Portal YouTube entwickelt sich immer mehr zu einem Informationskanal. Die hier veröffentlichten Filme stammen längst nicht mehr nur von professionellen Agenturen, sondern werden oftmals von YouTube-Nutzern selbst hochgeladen. Erst vor wenigen Wochen hatte YouTube beispielsweise einen neuen Kanal für Menschenrechte eingerichtet, um derartige Aktionen zu unterstützen.

Anonymisierung soll Aktivisten schützen

Mit der neuen Funktion können vor Hochladen eines Videos automatisch die Gesichter der im Video gezeigten Personen mit einer Unschärfe versehen werden, so dass sie nicht mehr zu erkennen sind. Jeder Uploader kann diese Funktion einfach per Knopfdruck aktivieren. In einem Blog-Eintrag nennt Google als Zielsetzung, dass die abgebildeten Personen auf diese Weise vor unnötigen Gefahren geschützt werden können. Auch die Wahrung von Persönlichkeitsrechten wird als Grund für die Einführung genannt.

Die Funktion kann nach Angaben des Unternehmens auch in einem anderen Bereich sehr nützlich sein: So könnten Eltern z. B. Szenen eines Basketballspiels ihrer Kinder veröffentlichen, ohne gleich deren Gesichter zeigen zu müssen.

Tool arbeitet noch nicht perfekt

Das Werkzeug arbeitet vollautomatisch und vor dem endgültigen Upload kann der Nutzer noch einmal kontrollieren, ob tatsächlich alle Gesichter unkenntlich gemacht wurden. Bislang gelingt es dem Tool jedoch nicht immer, alle Gesichter zu identifizieren und anschließend unkenntlich zu machen. Besonders bei Aufnahmen unter ungünstigen Lichtverhältnissen kann es noch zu Problemen kommen.

Schlagworte zum Thema:  Persönlichkeitsrecht, Anonymisierung, Internet, Youtube

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