27.06.2012 | Studie

Verbraucher vertrauen nicht auf den Schutz ihrer persönlichen Daten

Bild: Haufe Online Redaktion

Nach einer aktuellen Studie glauben viele Verbraucher nicht, dass Unternehmen ihre persönlichen Daten ausschließlich für den Zweck nutzen, für den sie bestimmt sind. Mehr Transparenz würde aber die Bereitschaft, Daten preiszugeben, erhöhen.

In der Umfrage wurden mehr als 1.000 Verbraucher in Deutschland befragt, um ihre Einstellungen und Verhaltensweisen beim Austausch ihrer personenbezogenen Daten mit Unternehmen offenzulegen. Es zeigt sich, dass die Einstellung zum Umgang mit Daten auch eine Generationenfrage ist: Nur 39 Prozent der Befragten glauben, dass ihre persönlichen Daten ausschließlich für den angegebenen Zweck genutzt werden. Auf der anderen Seite sind sich vor allem junge Nutzer zwischen 18 und 34 Jahren einig, dass sie eher ihre Daten preisgeben würden, wenn die Anbieter deutlicher erklären würden, wozu sie die Daten verwenden wollen.


Hausarzt und Bank genießen das größte Vertrauen

Auf die Frage, welchen Unternehmen und Organisationen die Befragten am meisten vertrauen, dass diese ihre persönlichen Daten nicht an Dritte weitergeben, haben die Verbraucher in einer vorgegebenen Liste eindeutig geantwortet:

1. Hausarzt (73 Prozent)
2. Bank (49 Prozent)
3. Dienstleister bei der Kinderbetreuung (13 Prozent)
4. Energieversorger ( 12 Prozent)
5. Mobilfunkbetreiber (6 Prozent)
6. Immobilienmakler (5 Prozent)
7. Facebook (2 Prozent)


Informationsquellen für persönliche Daten

Bei der Suche nach den Quellen, die die meisten Informationen über eine Person enthüllen, stuften die Teilnehmer Facebook (46 Prozent), Bankbelege (16 Prozent) und die Historien in Suchmaschinen (16 Prozent) als die 3 wichtigsten Quellen für persönliche Informationen ein. Kreditkartenbelege (7 Prozent) belegten den 4. Platz und individuelle Twitter-Accounts (2 Prozent) den 5. Platz.

Die Studie wurde im Auftrag von der Firma Informatica durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Corporation durchgeführt.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Verbraucher

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