19.09.2012 | Datensicherheit

Unternehmen trauen ihren eigenen IT-Sicherheitsvorkehrungen nicht

Bild: MEV-Verlag, Germany

Eigentlich sollte man meinen, dass die Bedeutung von Datenschutz und Datensicherheit längst erkannt sein müsste. Nach einer Umfrage haben allerdings nur die wenigsten IT-Manager Vertrauen in die eigenen Sicherheitsvorkehrungen.

Eine vom IT-Unternehmen Quantum durchgeführte Studie zum Thema „Datensicherheit im Katastrophenfall“  lässt aufhorchen: Demnach ist nur jeder zehnte IT-Manager davon überzeugt, dass die Daten in seinem Unternehmen in einem Katastrophenfall ausreichend geschützt sind. 90 Prozent halten dagegen die vorhandenen Schutzvorkehrungen für unzureichend.

Schadensfälle: Mehr Virenattacken als Brände und Überschwemmungen  

Ein weiteres interessantes Detail der Befragung ist, dass relevante Störfälle gar nicht so selten vorkommen. So gaben 27 Prozent der Teilnehmer an, dass es im vergangenen Jahr mindestens einmal zu einem sicherheitsrelevanten Zwischenfall gekommen sei. Nur relativ selten  (15 Prozent) wurden diese Vorfälle dabei durch echte Katastrophen wie Brände oder Überschwemmungen hervorgerufen. Deutlich häufiger waren Vorfälle aufgrund von Virenattacken oder durch Störungen des Betriebssystems. Dennoch stehen die Naturkatastrophen nach wie vor im Fokus der meisten Desaster-Recovery-Pläne, während die anderen, deutlich relevanteren Bedrohungen hier nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Nur eine Minderheit hält Daten für sicher

Der Anteil der IT-Manager, der die Unternehmensdaten gegenüber diesen Gefahren als sehr weitgehend oder sogar völlig abgesichert hält, ist gegenüber der letzten Befragung vor zwei Jahren deutlich von 51 auf nur noch 31 Prozent zurückgegangen. 11 Prozent der  Befragten gaben sogar an, dass sie die Unternehmensdaten für extrem gefährdet halten, vor zwei Jahren lag dieser Anteil bei 8 Prozent.

Backup wird vernachlässigt

Zwar führen mittlerweile 68 Prozent der befragten IT-Manager in ihren Betrieben mindestens einmal täglich ein Daten-Backup zum Schutz vor Katastrophen durch,  doch begnügen sich immer noch 16 Prozent mit einer Datensicherung einmal pro Woche oder sichern die Daten sogar in noch größeren Abständen. 

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Datensicherheit, Notfall, IT-Sicherheit

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