28.05.2013 | Datensicherheit

Twitter führt nach Hackerangriffen 2-stufiges Anmeldeverfahren ein

Bild: Michael Bamberger

Um Twitter-Konten besser als bisher vor Missbrauch zu schützen, führt der Dienst jetzt eine neue Art der Anmeldung ein. Zusätzlich zum Passwort können die Nutzer einen per SMS zugesendeten Zugangscode eingeben, um sich zu legitimieren.

In den letzten Wochen hatte es einige spektakuläre Attacken auf Twitter-Konten gegeben, die für erhebliches Aufsehen gesorgt hatten. Betroffen waren etwa Fernsehsender oder Nachrichtenagenturen. Dabei wurde z. B. über die offizielle Twitter-Seite der Nachrichtenagentur AP eine Falschmeldung über ein angebliches Bomben-Attentat im Weißen Haus verbreitet.

Zugangscode kommt per SMS

Um derartigen Missbrauch künftig auszuschließen, bietet der Kurznachrichtendienst seinen Nutzern eine neue Form der Anmeldung. Zusätzlich zur Eingabe des persönlichen Kennworts wird bei der von Twitter sogenannten Login Verification die Eingabe eines 6-stelligen Codes erwartet, den die Nutzer per SMS auf ihr Handy oder Smartphone zugeschickt bekommen. Die Nutzung dieser zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme ist freiwillig, die Interessenten müssen lediglich ihre Mobilfunknummer in den Konto-Einstellungen angeben und ihre Bereitschaft zur Nutzung dieses Verfahrens bestätigen.

In Deutschland noch nicht verfügbar

Während das neue Anmeldeverfahren in den USA bereits nutzbar ist, steht diese Technik Nutzern mit deutschen Mobilfunkanschlüssen derzeit noch nicht zur Verfügung. Wann dieses Verfahren auch hierzulande funktionieren wird, konnte das Unternehmen bislang nicht mitteilen. Allerdings arbeitet Twitter nach eigenen Angaben derzeit daran, diese Variante der Zwei-Wege-Authentifizierung auch auf anderem Wege als über eine SMS anzubieten. Um welche Techniken es sich dabei handeln wird, ließ das Unternehmen jedoch offen.

Sicherheitsexperten stellen den Nutzen des SMS-Zugangscodes mittlerweile jedoch schon wieder in Frage, da es bei Twitter auch möglich ist, die Zusendung von SMS auf das Handy zu stoppen.

Schlagworte zum Thema:  Twitter, Authentifizierung, Datensicherheit

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