| Persönliche Daten

Tipps zur Nutzung von Bonus- und Kundenkarten

Rabatt gibt es nur gegen Daten
Bild: MEV-Verlag, Germany

Kundenkarten und Rabattcoupons erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch die Mini-Rabatte werden oft mit der Preisgabe umfangreicher persönlicher Daten bezahlt.

Mit dem Faltblatt „Kundenkarten und Coupons: Mini-Rabatte teuer erkauft“ will der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz zusammen mit der dortigen Verbraucherzentrale sowie dem Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz über die weit verbreiteten Kundenkarten sowie Coupon-Apps aufklären, die bei vielen Verbrauchern großen Anklang finden.

Umfangreiche Datensammlungen möglich

Das Grundprinzip der Rabattkarten und auch personalisierter Coupons ist dabei immer gleich. Die Unternehmen, die diese Karten anbieten, können hierüber umfassende Profile erstellen und genau sehen, wer wann an welchen Orten welche Produkte erworben hat. Auf dieser Grundlage kann dann in vielen Bereichen eine personalisierte Werbung erfolgen. Mit Sonderbonuspunkten oder Rabattcoupons sollen die Verbraucher zudem gezielt dazu gebracht werden, in bestimmten Läden oder bestimmte Markenartikel einzukaufen.

Oftmals nur Mini-Rabatte gegen Daten-Freizügigkeit

Im Flyer wird etwa darauf hingewiesen, dass die gebotenen Preisnachlässe oftmals nur sehr gering sind und längst nicht immer sicher ist, dass vergleichbar Angebote an anderen Orten nicht doch günstiger zu bekommen sind. Für die eher geringen Vorteile müssen die Nutzer zudem eine Reihe von Daten preisgeben. Vor der Nutzung der Karten und Coupons sollten die Verbraucher daher genau prüfen,

  • welche Daten sie angeben sollen,

  • wer genau diese Daten erhält bzw. nutzen kann

  • und zu welchen Zwecken sie genutzt werden dürfen.

Erst auf dieser Grundlage könne entschieden werden, ob sich die Preisgabe der Privatheit für die erzielbaren Rabatte tatsächlich lohne. 

Schlagworte zum Thema:  Kundenkarten, Persönliche Daten, Datenschutz

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