23.04.2012 | Soziale Netzwerke

Datenschützer geben Empfehlungen zur Gesichtserkennung

Bild: MEV-Verlag, Germany

Die in der Artikel-29-Gruppe zusammengeschlossenen europäischen Datenschutzbeauftragten haben jetzt Empfehlungen zur datenschutzkonformen Nutzung von Gesichtserkennung in Online-Diensten und Mobilfunk-Anwendungen veröffentlicht.

Spätestens seit Facebook die Funktion zur automatischen Gesichtserkennung bei hochgeladenen Fotos aktiviert hat, machen Datenschützer auf die möglichen Gefahren der Nutzung biometrischer Merkmale aufmerksam. In einer Stellungnahme legen die Datenschutzexperten der Artikel-29-Gruppe ihre Haltung zu dieser Problematik dar.

Hohes Missbrauchspotenzial für biometrische Daten

Die europäischen Datenschützer weisen auf die hohe Sensibilität der biometrischen Daten hin, da über die Gesichtserkennung auch genaue Bewegungsprofile und eine automatische Verfolgung von Personen möglich seien. Dementsprechend hoch müssten die rechtlichen Anforderungen an die Speicherung und Nutzung dieser Daten sein.

Zustimmung der Betroffenen zwingend

Daher halten es die Datenschützer in jedem Fall für zwingend, dass die Betroffenen dieser Nutzung ihrer personenbezogenen Daten explizit zustimmen müssen. Beim Hochladen von Bildern in sozialen Netzwerken sollten die Anbieter vorab eine Zustimmung für diese Art der Nutzung einholen. Dabei spiele es keine Rolle, ob ein Nutzer eigene Fotos einbinde, oder ob Dritte Fotos von anderen Personen veröffentlichen. An andere Stellen dürften die Vorlagen in keinem Fall ohne Zustimmung der Betroffenen weitergegeben werden.

Datensicherheit muss gewährleistet sein

Darüber hinaus wird in dem Dokument gefordert, dass beim Upload, der Speicherung und der Verarbeitung der für die Gesichtserkennung genutzten Bilder eine ausreichende Datensicherheit gewährleistet sein muss. Entsprechende Verschlüsselungs- und Verifizierungstechniken müssten daher zum Einsatz kommen. Schließlich sollen die Anbieter der Plattformen den Nutzern die Möglichkeit geben, sich jederzeit über die gespeicherten Daten informieren zu können.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Facebook, Social Media

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