31.07.2012 | Vorsicht Datenverlust

Smartphone-Nutzer kümmern sich zu wenig um die Sicherheit

Bild: Haufe Online Redaktion

Nach einer aktuellen Studie vernachlässigen viele Smartphone-Besitzer die Sicherheit ihrer mobilen Geräte. Da ein Smartphone oft auch als Identitätsnachweis bei Online-Transaktionen genutzt wird, kann der Verzicht auf Schutzmaßnahmen schwerwiegende Folgen haben.

Beim Sicherheitsbewusstsein deutscher Smartphone-Nutzer gibt es noch einigen Nachholbedarf. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Aris, die für den Branchenverband Bitkom durchgeführt wurde. Obwohl die Bedrohungen für diese Geräte deutlich zugenommen haben, vernachlässigen viele Nutzer die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen. So nutzen beispielsweise nur 53 Prozent der Nutzer eine spezielle Antivirensoftware. Nur jeder sechste Smartphone-Besitzer hat eine Software installiert, mit der sich das Gerät im Verlustfall orten lässt, und gerade einmal 11 Prozent verfügen auf ihren Geräten über eine Software zur Fernlöschung der gespeicherten Daten.

Smartphones sind die reinsten Datenfundgruben

Oft werde verkannt, dass Smartphones keine Handys, sondern eher leistungsfähige Computer mit Telefonfunktion sind, so der Branchenverband. Deshalb sind sie auch die reinsten Datenfundgruben: Auf den mobilen Begleitern werden oft vertrauliche berufliche Informationen und auch sehr private Daten gespeichert, z. B. elektronische Postfächer, Adressbücher, Fotoalben und oft auch Zugriffe auf Webservices wie Reiseveranstalter, Reservierungsdienste oder Onlineshops. Nicht selten werden offenbar auch noch Zugangsdaten wie Name und Passwörter für diese Dienste auf dem Smartphone gespeichert.

Die Sicherheitsdefizite sind nach Ansicht des Bitkom deshalb so gravierend, weil das Smartphone zunehmend auch zur technischen Basis für den Identitätsnachweis bei Online-Transaktionen genutzt wird und der Verlust des Geräts daher schwerwiegende Folgen haben kann. Immerhin jeder zehnte Bundesbürger hat der Studie zufolge sein Handy bereits einmal verloren.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen

Der Bitkom empfiehlt allen Smartphone-Besitzern die Einhaltung einiger Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören:

  • Schutz des Zugriffs auf das Smartphone durch Nutzung einer PIN

  • Nutzung der Sicherheitsfunktionen und einer Antivirensoftware

  • Installation von Apps ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen

  • Umgehende Installation verfügbarer Updates für Betriebssystem und Apps

Außerdem sollten die Smartphone-Nutzer eine gesunde Skepsis an den Tag legen und nicht jeden Datei-Anhang öffnen oder jeden Link anklicken. 

Schlagworte zum Thema:  Datensicherheit, Smartphone, Persönliche Daten

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