24.04.2014 | Datensicherheit

Schutz gegen Insider-Attacken längst nicht ausreichend

Gefahr für die IT: Die Befrohung kommt oft von innen.
Bild: Veer Inc.

Eine große Mehrheit der Unternehmen sieht deutliche Mängel beim Schutz vor Insider-Angriffen. Vor allem wächst die Angst vor Gefahren durch privilegierte Nutzer-Accounts, wie sie etwa Administratoren haben.

Nicht immer sind es Hacker, die via Internet Angriffe auf die IT eines Unternehmens starten. In vielen Fällen kommt die Bedrohung auch von innen durch die eigenen Mitarbeiter. Vor diesen Insider-Threats fühlt sich kaum noch ein Unternehmen sicher, wie jetzt eine Studie des Sicherheitsunternehmens Vormetric ergab. Bei einer Umfrage unter 500 IT-Entscheidern mittlerer und größerer Unternehmen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien gaben lediglich 9 Prozent an, sich ausreichend vor solchen Insider-Angriffen geschützt zu fühlen.

Größte Gefahr durch privilegierte Accounts

34 Prozent der deutschen Unternehmen sehen die größte Gefahr dabei durch die privilegierten Accounts, wie etwa bei Netzwerk-, System- oder Datenbankadministratoren, aber auch andere Anwender mit besonderen Rechten werden als besondere Gefahrenquelle eingestuft. Gerade die Inhaber dieser privilegierten Konten würden immer öfter auch zum Ziel von Hacker-Angriffen, über die der Zugang zu weiteren Benutzerkonten erreicht werden soll, um dann mit diesen Zugriffsrechten die interessanten Daten abzugreifen.

Insider-Bedrohung schwerer zu entdecken

  • Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) ist der Meinung, dass die Insider-Bedrohungen heute noch schwieriger zu entdecken sind als in früheren Jahren.
  • 49 Prozent sehen vor allem in nicht-technischen Mitarbeitern, die einen Zugang zu sensiblen Daten und IT-Betriebsmitteln haben, eine große Bedrohung.
  • Für 29 Prozent stellt sogar das leitende Management (wie CEO und CFO) ein Hauptrisiko dar.
  • 62 Prozent halten die fehlende Transparenz der Sicherheitsmaßnahmen beim Cloud-Computing für bedenklich, 53 Prozent haben Sicherheitsbedenken im Hinblick auf Big Data.

Als Konsequenz aus dieser Bedrohungslage wollen 66 Prozent der befragten IT-Entscheider die Budgets für die IT-Sicherheit erhöhen. Die Studie steht auf den Vormetric-Website zum Download bereit.

Schlagworte zum Thema:  Datensicherheit, IT-Sicherheit, Netzwerk, Hacker

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