18.05.2012 | Roaming-Verordnung

Surfen und telefonieren im EU-Ausland wird billiger

Bild: Haufe Online Redaktion

Rechtzeitig zur bevorstehenden Urlaubssaison werden die Preise für Mobiltelefonate und die Internetnutzung im europäischen Ausland gesenkt. Mit den jetzt verabschiedeten Preisobergrenzen gehen die EU-Parlamentarier teilweise noch über die Vorschläge der EU-Kommission hinaus.

Schnell mal die E-Mails checken oder ein Bild vom Traumstrand nach Hause schicken - auch im Urlaub möchte kaum jemand auf sein Handy, Smartphone oder iPad verzichten. Während die Gebühren für Handytelefonate in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind, hat es manchem Smartphone-Nutzer bei der Heimkehr angesichts der Rechnung für das Surfen im Ausland schon mal die Sprache verschlagen.

Das soll sich jetzt ändern: Zum 1. Juli 2012 werden Mobiltelefonate und die mobile Datenübertragung in der EU günstiger. Nach der vom Europäischen Parlament beschlossenen Roaming-Verordnung dürfen abgehende Gespräche beim Roaming in der EU dann nur noch maximal 29 Cent pro Minute kosten. Für eingehende Telefonate dürfen nur noch 8 Cent pro Minute in Rechnung gestellt werden. Die Preisobergrenze beim SMS-Versand liegt bei 9 Cent. Die ursprünglich von der EU-Kommission vorgeschlagenen Obergrenzen lagen teilweise über den jetzt beschlossenen Preisen.

Erstmals auch Preise für mobile Datenübertragung festgelegt

Während die Preisgrenzen bei Mobiltelefonaten schon mehrfach neu festgelegt wurden, gilt erstmals auch eine Obergrenze für die mobile Datenübertragung in den Netzen der Roaming-Unternehmen. Demnach dürfen maximal 70 Cent pro MByte in Rechnung gestellt werden. Bei allen genannten Preisen kommt noch die jeweilige Mehrwertsteuer des Heimatlandes hinzu. Deutsche Mobilfunknutzer zahlen also 19 Prozent zusätzlich.

Weitere Preissenkungen vorgesehen

Mit der jetzigen Preissenkungsrunde ist allerdings noch nicht das Ende erreicht. So sollen ab 2014 die Preise nochmals auf 19 Cent pro Minute (abgehende Telefonate) und 5 Cent pro Minute für eingehende Anrufe reduziert werden. SMS sollen dann nur 6 Cent kosten und bei der mobilen Datenübertragung für jedes MByte nur noch 20 Cent in Rechnung gestellt werden dürfen.

Warnhinweise werden beibehalten

Die Regelung, dass die Mobilfunkkunden bei der Nutzung im Ausland gewarnt werden müssen, wenn durch die mobile Datenübertragung Kosten von 50 EUR im Monat erreicht werden, soll beibehalten werden. Sofern die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, soll dieser Hinweis künftig auch in Staaten erfolgen, die nicht zur EU gehören.

Schlagworte zum Thema:  EU-Kommission, Internet

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