17.11.2014 | Untersuchungshaft

Was ist das eigentlich?

Bild: Haufe Online Redaktion

Thomas Middelhoff, ehemaliger Arcandor-Chef, muss für drei Jahre hinter Gitter und in Untersuchungshaft bleiben. Was heißt das eigentlich "Untersuchungshaft"?

Untersuchungshaft kann in Deutschland angeordnet werden, wenn bestimmte Haftgründe vorliegen. Dazu gehört die Gefahr, dass der festgenommene Verdächtige oder der zu einer Freiheitsstrafe Verurteilte vor deren Antritt flieht, erneut eine Straftat begeht, Beweismittel vernichtet oder Zeugen beeinflusst (Verdunkelung).

Die Untersuchungshaft wird in der Regel auf eine spätere Strafe angerechnet

Der Untersuchungs-Häftling kann jederzeit eine Haftprüfung beantragen. Dann entscheidet das Gericht, ob der Haftbefehl aufgehoben oder außer Vollzug gesetzt wird. Wurde er wegen Fluchtgefahr erlassen, muss er ausgesetzt werden, wenn auch mildere Mittel wie eine Kaution reichen.

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