| Preisabsprachen

Matratzenhersteller müssen mit Geldbuße rechnen

Haben Matratzenhersteller bei den Preisen gemeinsame Sache gemacht?
Bild: Haufe Online Redaktion

Nachdem das Bundeskartellamt in den letzten Monaten bereits Bier- und Wursthersteller wegen Absprachen zur Kasse gebeten hat, scheint es nun als nächstes die Matratzenhersteller zu treffen. Mehrere Hersteller stehen im Verdacht, Händler unter Druck gesetzt zu haben.

Seit August 2011 ermittelt das Bundeskartellamt bereits wegen des Verdachts, Mindestpreise beim Weiterverkauf verlangt zu haben. Auch illegale Preisabsprachen unter den Herstellern sollen stattgefunden haben. Die Ermittlungen sind noch nicht ganz abgeschlossen. Doch soll es laut einem Bericht der Bild am Sonntag noch in diesem Sommer so weit sein, dass die Betroffenen bestraft werden.

Vorgeschobene Lieferengpässe als Druckmittel

Illegale Festpreisvorgaben schränken Händler in ihrer Preisautonomie ein, verhindern einen echten Wettbewerb auf dem Matratzenmarkt und täuschen den Verbraucher. Doch die Matratzenhändler hatten wohl keine andere Wahl: Wer sich nicht an die Preisvorgaben hielt, wurde von den Herstellern unter Druck gesetzt, indem die Hersteller Lieferengpässe vorschoben.

Wer wie viel Bußgeld bezahlen muss, ist noch offen

Bis jetzt ist noch offen, wie hoch die Bußgelder ausfallen und gegen welche Matratzenhersteller sie verhängt werden. Insgesamt wurde während der Ermittlungen an neun Standorten Akten und Unterlagen beschlagnahmt, u. a. bei Malie, Tempur, Fey&Co und Schlaraffia.

Schlagworte zum Thema:  Kartell, Preisabsprachen

Aktuell

Meistgelesen