| Nicht nachhaltig

Deutsche bräuchten 3 Erden um ihren Ressourcenverbrauch zu decken

Mit unserer Lebensweise bräuchten wir 3 Erden - wir haben aber nur eine.
Bild: PhotoDisc Inc.

Wir leben buchstäblich auf zu großem Fuß. Wenn alle so viele Ressourcen verbrauchen würden, wie der "Durchschnitts-Deutsche" bräuchten wir 3 Erden. Und jedes Jahr häufen wir mehr ökologische Schulden an.

Seit 8. August lebt die Menschheit auf Öko-Pump. Nach den Berechnungen von Umweltorganisationen hat sie dann bereits mehr Ressourcen für Nahrung, Wasser oder Energie verbraucht, als die Erde im ganzen Jahr regenerieren kann. Diesen Tag nennt man den "Earth Overshoot Day".

Für den Rest des Jahres lebe die Menschheit von den Reserven des Planeten, teilte die Umweltstiftung WWF mit. Damit ist das Öko-Konto noch ein wenig früher ins Minus gerutscht als 2015, als die Ressourcen bis zum 13. August reichten.

Deutsche bräuchten 3 Erden um ihren Ressourcenverbrauch zu decken

Deutschland hat sein ökologisches Länderkonto in diesem Jahr bereits am 28. April überzogen. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Germanwatch lag das vor allem am hohen Kohlendioxid-Ausstoß bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas für Energie und Verkehr.

Dem erzeugten Kohlendioxid wird bei den Berechnungen die Fläche der deutschen Wälder und Meere gegenübergestellt, die das entstandene Gas aufnehmen können. Für Schulden auf dem heimischen Öko-Konto sorge darüber hinaus die industrielle Landwirtschaft mit ihrem hohen Flächenbedarf, vor allem für die Fleischproduktion.

Würden alle Menschen so leben und wirtschaften wie die Deutschen, wären 3 Erden notwendig, um den Bedarf an Ressourcen zu decken, errechneten die Umweltschützer - bei einem Leben wie in Indien dagegen nur 0,7.

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Unser Ressourcenverbrauch ist nicht nachhaltig

Die Folgen der Konten-Überziehung ist auch in den Industriestaaten zu spüren, bilanzieren Umweltschützer. So sei die biologische Vielfalt in den vergangenen 40 Jahren stark zurückgegangen. Im Durchschnitt habe sich die Anzahl der untersuchten Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische halbiert. Dazu komme Wassermangel, Meeresverschmutzung und der Klimawandel, der zu mehr Überschwemmungen oder Dürren führe.

"Seit über dreißig Jahren häufen wir jährlich neue Schulden an", warnt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. "Wir müssen endlich einen Weg finden, in den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu leben und zu wirtschaften. Das ist die größte Herausforderung unserer Zeit."

Die Berechnungen zum Earth Overshoot Day gehen auf den Ökologischen Fußabdruck zurück

Der Ökologische Fußabdruck weist aus, wie groß die Erde sein müsste, um alle momentanen Bedürfnisse der Menschheit dauerhaft zu befriedigen und daraus entstehende Abfallprodukte sowie CO2 biologisch zu verarbeiten. Um es auf den Punkt zu bringen: Nach diesen Berechnungen ist die Erde zu klein.

Großen Einfluss auf den Ökologischen Fußabdruck haben zum Beispiel der Wasserverbrauch, die Lebensmittelproduktion, Wohnen und Brennstoffe. Da die Fläche der Erde endlich ist, kann der Blaue Planet nur einen bestimmten Ressourcenverbrauch im Jahr ohne Schäden verkraften. Seit dem 8. August hat der globale Verbrauch diese Schwelle überschritten.

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Schlagworte zum Thema:  CSR, Nachhaltigkeitsmanagement, Ressourcenmanagement, Umweltschutz, Energieverbrauch, Klimawandel

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