17.09.2014 | Lkw-Mautsystem

Toll-Collect-Betreiber mit Milliarden-Rückforderungen konfrontiert

Bund klagt auf Schadensersatz wegen verspäteter Einführung des Mautsystems
Bild: Rieck Logistik-Gruppe

Das Lkw-Mautsystem Toll Collect könnte für die Betreiber zum Milliardengrab werden. Der Bund droht dem Autokonzern Daimler und der Deutschen Telekom mit hohen Rückforderungen. Sie sind die größten Anteilseigner am Toll-Collect-Konsortium.

Grund für die Rückforderungen sei, dass das Betreiber-Konsortium trotz Aufforderung eines Schiedsgerichts nicht nachweise, welche Leistungen es sich im Detail vom Bund vergüten lasse, schreibt die "Frankfurter Rundschau".

Schadensersatz für die verspätete Einführung des Mautsystems Toll Collect

Der Bund behält seit Jahren Teile der Vergütungen zurück, die Toll Collect für das Eintreiben der Lkw-Maut auf den deutschen Autobahnen erhält, weil er auf Schadensersatz für die verspätete Einführung des Mautsystems klagt.

Vertrag mit Betreiber-Konsortium des Mautsystems soll trotzdem verlängert werden

Der Maut-Betreibervertrag des Bundes mit dem Toll-Collect-Konsortium läuft Ende August 2015 aus. In der Vergangenheit hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwogen, den Vertrag mit Toll Collect auslaufen zu lassen und das Lkw-Mautsystem neu auszuschreiben. Geprüft wurde auch, ob der Bund Toll Collect übernimmt.

Trotz des Streits will Dobrindt dem Blatt zufolge - entgegen dem Rat seiner Beamten und externer Berater - den Vertrag mit Daimler und Telekom um 3 Jahre verlängern.

Die Option, Toll Collect durch den Bund zu übernehmen, hat der Verkehrsminister werworfen

Die Ministeriumssprecherin betonte dagegen, es würden weiter alle zulässigen Optionen geprüft und offengehalten.

Schlagworte zum Thema:  Rückforderung, Schadensersatz, Lkw-Maut

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