| Nicht nachhaltig

Lebensstil der Deutschen belastet Umwelt immer mehr

Der Konsum der Deutschen steht nicht im Zeichen der Nachhaltigkeit
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit nur 100 Dingen im Leben auskommen: Von solchen minimalistischen Lebensformen liest man immer wieder einmal. Doch dabei handelt es sich um absolute Ausnahmen. Denn die Ausgaben für Konsumgüter haben in Deutschland zugenommen. Grund dafür sind auch die vielen Single-Haushalte.

Das Umweltbundesamt hat sich den Lebensstil der Deutschen einmal näher angeschaut. Die Zahlen belegen, dass sich einiges in den letzten Jahren verändert hat. Und zwar nicht zum Guten für die Umwelt. Wir besitzen immer mehr Autos, Kühlschränke und Computer. Zudem haben wir in den Wohnungen mehr Platz. Das bedeutet aber auch, dass wir mehr Rohstoffe, Ressourcen und Energie verbrauchen.

Mehr Wohnfläche und mehr Autos - nicht nachhaltig

Einige Zahlen im Vergleich zeigen, wo sich u. a. etwas verändert hat:

  • Die Wohnfläche pro Kopf betrug 2005 rund 41 qm. 2013 lag sie bei über 46 qm.
  • Die Konsumausgaben der privaten Haushalte lagen 2011 bei 1,4 Mrd. 2014 beliefen sich die Ausgaben auf 1,5 Mrd.
  • Autos gab es 1995 je 1.000 Einwohner 494. Im Jahr 2013 waren es 537.

Single-Haushalte belasten Umwelt mehr

In 40 % aller Haushalte lebt heute nur eine Person. Je mehr Haushalte es gibt, desto mehr Konsumgüter werden gebraucht. Denn jeder Haushalt braucht z. B. einen Herd, eine Waschmaschine, einen Kühlschrank und einen Computer.

Deutsche nutzen ihr Auto gerne für die Freizeit

Auch aufs Auto wollen viele nicht verzichten. Interessanterweise brauchen die Deutschen das Auto mehr für ihre Freizeit als für die Arbeit bzw. den Weg dorthin. Der nicht-beruflich motivierte Individualverkehr mit einem motorisierten Fahrzeug macht am Verkehrsaufkommen gute 40 % aus, so das Umweltbundesamt, der arbeitsbezogene Verkehr dagegen nur 36 %.

Beim Fleischkonsum muss man genauer hinschauen

Die Deutschen essen weniger Fleisch. Der Konsum ist von 2,8 Mio. t pro Jahr in 2000 auf 2,6 Mio. t im Jahr 2013 gesunken. So weit die gute Nachricht für die Umwelt. Doch weniger Treibhausgase durch weniger Nutztierhaltung bedeutet das noch lange nicht. Denn im gleichen Zeitraum ist der Fleischexport von 0,8 Mio. t auf rund 3 Mio. t. gestiegen.

Mehr zum Thema nachhaltiger Konsumstil

Supermärkte - welche sind nachhaltig?

Haufe vor Ort: Regional und global nachhaltig handeln bei WALA

Gesunde Ernährung: Biologisch-nachhaltig ist kaum teurer

Schlagworte zum Thema:  Umweltschutz, Ökologie, Nachhaltigkeit, Klimawandel

Aktuell

Meistgelesen