Gut zu wissen, in welchem Ei Fipronil drin ist. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wenn Lebensmittel ein Risiko für die Gesundheit darstellen, wie beim „Eier-Skandal“, wünscht man sich als Verbraucher schnelle Informationen. Diese gibt es auf dem Internet-Portal "lebensmittelwarnung.de" der Bundesländer und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Besteht bei einem Lebensmittel der Verdacht auf ein Gesundheitsrisiko oder ist es für den Verzehr ungeeignet, da ekelerregend, geben die Behörden eine öffentliche Warnung heraus und informieren die Öffentlichkeit. Auch Rücknahme- oder Rückrufaktionen für Produkte, die auf dem Markt sind, über das Internet gekauft werden können oder bereits an Endverbraucher abgegeben wurden, werden veröffentlicht.

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Den Verbraucher vor gefährlichen Lebensmitteln schützen

Grundlage für eine öffentliche Warnung und Information ist der § 40 Absatz 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB). Neben dem Schutz der Gesundheit der Verbraucher, soll mit der Veröffentlichung auch sichergestellt werden, dass für Hersteller und Vertreiber gleichartiger Erzeugnisse keine erheblichen Nachteile entstehen, etwa durch einen Rückgang der Nachfrage aufgrund verunsicherter Käufer.

Über Lebensmittelwarnungen schnell informiert sein

Am Beispiel des Eierskandals lässt sich das Portal lebensmittelwarnung.de schnell erklären:

Auf der Startseite stehen die aktuellen Warnungen. Man kann sich aber auch alle Warnungen anzeigen lassen oder über eine interaktive Karte die Lebensmittelwarnungen nach Bundesländern sortiert anklicken.

Aktuell findet sich auf dem Portal u. a. die Warnung zu Konsumeiern sowie der Grund der Warnung: Rückstandsbelastung mit Fipronil oberhalb der zulässigen Menge von 0,005 mg/kg. Zählt man die Bundesländer, erkennt man, dass jedes betroffen ist.

Informationen für alle, die mehr wissen wollen über gefährliche Lebensmittel

In einer Extraspalte lassen sich weitere Informationen abrufen. Hier findet sich u. a. ein Link zum Bundesamt für Risikobewertung, bei dem man mehr über Fipronil in Erfahrung bringen kann. Außerdem sind die Stempelnummern der belasteten Eier gelistet. Zum Umgang mit belasteten Eiern rät zudem das NRW-Verbraucherschutzministerium, diese über den Restmüll zu entsorgen oder zum Handel zurückzubringen.

Nicht immer darf die Behörde warnen. Die Information der Öffentlichkeit erfolgt normalerweise durch die Unternehmen. Allerdings muss dabei gewährleistet sein, dass der Verbraucher rechtzeitig und wirksam informiert werden kann.

Lebensmittelwarnungen kennen keine Grenzen

Bei den belasteten Eiern war es – gemäß § 40 Absatz 5 Nr.1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches – Aufgabe des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Öffentlichkeit zu informieren. Denn bei den ersten Fällen handelte es sich um „ein nicht im Inland hergestelltes Erzeugnis“: Eier aus den Niederlanden.

Die Warnung ist auf dem Portal so lange veröffentlicht, bis das Erzeugnis nicht mehr in den Verkehr gelangt und davon auszugehen ist, dass es, wenn es in den Verkehr gelangt ist, bereits verbraucht wurde. Das bedeutet, dass der Eintrag nach Ablauf des Mindesthaltbarkeits- bzw. Verbrauchsdatums zuzüglich eines Sicherheitszeitraums vom Portal entfernt wird.

Schlagworte zum Thema:  Lebensmittel

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