09.09.2014 | Korruption

China macht mobil auch gegen ausländische Firmen

Bild: Haufe Online Redaktion

In China wird in Sachen Korruption aufgeräumt. Staatspräsident Xi Jinping treibt den Kampf gegen die Korruption voran. Und so werden jede Woche Firmenchefs und hochrangige Politiker wegen Korruption angeklagt. Aber auch ausländische Unternehmen, die in China tätig sind, rücken immer häufiger in den Fokus der Kontrollbehörden.

Mit seiner riesigen Landesfläche und einer Milliardenbevölkerung ist China für viele Wirtschaftsbranchen interessant. Doch es ist nicht nur räumlich weit weg, sondern auch Kultur, Sitten und Bräuche unterscheiden sich enorm von den europäischen. So dauert es Jahre, bis man Chinakenner ist. Und selbst dann ist die Gefahr groß, in einen Korruptionsskandal verwickelt zu werden.

Großer Nachholbedarf als Nährboden für Korruption in China

In Teilen der Bevölkerung ist der soziale Konsumdruck sehr groß. Manch einer fühlt einen großen Nachholbedarf in Sachen Auto, iPad oder Luxusklamotten. Es kommt auch heute noch vor, dass mit Geldgeschenken in roten Umschlägen gute Geschäftsbeziehungen gepflegt werden sollen.

Sich als Unternehmen in China systematisch gegen Korruption absichern

Ausländische, also auch deutsche Unternehmen sollten auf Nummer sicher gehen und Compliance-Richtlinien in ihre Arbeitsverträge aufnehmen. Kontrollen sind wichtig, bei denen etwa geprüft wird, ob die Mitarbeiter vor Ort beim vereinbarten Lieferanten bestellen und ob dieser sein Geld erhält.

Denn  nur wer nachweisen kann, dass er intakte Kontrollmechanismen hat und Mitarbeitern kündigt, wenn sie bestochen haben oder bestochen worden sind, kann auf eine mildere Strafe der chinesischen Strafverfolger hoffen.

Korruptionsprävention - wesentliches Element der Compliance

Warnsignale und Verhaltensregeln zum Erkennen und Vorbeugen von Korruption in Deutschland, finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Korruption, Bestechung, China

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