07.05.2014 | Geschenke

Welche sind erlaubt?

Auch kleine Geschenke können teuer werden.
Bild: Haufe Online Redaktion

Großzügig ging es in den vergangenen Jahren zu. Einladungen zu Fußballspielen, Formel-1-Rennen oder großen Konzerten waren in der Geschäftswelt beliebt. Ruhig ist es geworden, die Logen bleiben leer. Denn es stellt sich die Frage: Welche Geschenke sind erlaubt?

Bei Beamten oder öffentlichen Angestellten geht gar nichts! Hier könnte jedes Geschenk, jede Einladung als Bestechungsversuch gewertet werden. Man darf aber auch den Müllwerkern oder dem Pflegepersonal in Kliniken und Pflegeheimen nicht einfach ein Präsent machen.

Steuerfreigrenze für Geschenke liegt bei 35 EUR im Jahr

Eine klare Ansage gibt es bei der Steuerfreigrenze. Für Geschenke an Geschäftsfreunde liegt die bei 35 EUR im Jahr. Deshalb geben Sponsoren z. B. Tickets für eine Sportveranstaltung heute meist zum Selbstkostenpreis weiter.

Wann ist ein Geschenk Bestechung - Gesetz ist ungenau

Ab wann ein Geschenk allerdings in Richtung Bestechung geht, dazu äußert sich z. B. das TvÖD nur ungenau. Jede Woche kleine Geschenke in Höhe von 20 EUR sind allerdings genauso anstößig wie teure Geschenke.

Compliance-Kodex untersagt Geschenke

Den großen Unternehmen sind die steuerlichen und gesetzlichen Vorschriften zu ungenau. Dort heißt es im Compliance-Kodex deshalb zunehmend, dass von den Managern und Mitarbeitern keine Geschenke angenommen werden dürfen. Und auch das Schenken ist deutlich eingeschränkt worden.

Denn beide Seiten, der Einladende und der Eingeladene, sollen vor der Vorteilsnahme durch solche unternehmensinterne Regeln bewahrt werden.

Geschenke spenden, verlosen, zurückschicken

Was aber tun, wenn man etwa als Manager ein Geschenk bekommt? Einige nehmen es bedenkenlos an, andere schicken es zurück. Die meisten spenden das Geschenk oder verlosen es unter den Mitarbeitern.

Besonders wertvoll und unbedenklich: ein persönlicher Gruß

Zu den beliebtesten Aufmerksamkeiten unter Geschäftspartnern zählen übrigens persönlich verfasste Weihnachtskarten – und zwar mit der Post und nicht per E-Mail verschickt. Denn wer sich dafür Zeit nimmt, drückt seine Aufmerksamkeit in besonderem Maße aus.

Mehr zum Thema Korruption lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Geschenk, Korruption, Compliance, Bestechung

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